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Lippstadt, Meldung vom 26.05.2026
Präventiv gegen den Eichenprozessionsspinner
Stadt Lippstadt testet neue Methode in zwei Bereichen

Lippstadt. Die Stadt Lippstadt wird in diesem Jahr testweise eine neue präventive Methode zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners einsetzen. Hintergrund sind die anhaltenden Probleme mit dem Schädling sowie die Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen nur begrenzte und kurzfristige Erfolge erzielt haben.

 

Seit mehreren Jahren tritt der Eichenprozessionsspinner verstärkt im Stadtgebiet auf. Die Raupen des Nachtfalters stellen insbesondere durch ihre feinen Brennhaare eine Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere dar. In der Vergangenheit kam es mehrfach bei Personen zu allergischen Hautreaktionen sowie zu Atemwegsbeschwerden. Teilweise mussten die Betroffenen auch medizinisch behandelt werden.

 

Darüber hinaus mussten aufgrund des starken Befalls in den vergangenen Jahren wiederholt öffentliche Bereiche gesperrt werden. Betroffen waren unter anderem Schulhöfe, Kindertagesstätten, Kinderspielplätze sowie weitere öffentliche Grünanlagen. Gleichzeitig erreichten die Stadtverwaltung zahlreiche Beschwerden und Hinweise aus der Bevölkerung.

 

Um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu reduzieren, hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehörten unter anderem das Aufhängen von Fallen, der Einsatz von Sprühklebern sowie das Absaugen der Raupen und Nester. Trotz des hohen personellen und finanziellen Aufwandes konnte jedoch bislang keine nachhaltige Lösung erreicht werden. Insbesondere das Absaugen der Nester blieb häufig die einzige kurzfristig wirksame Maßnahme, führte jedoch nicht immer zu einer dauerhaften Beseitigung des Befalls.

 

Vor diesem Hintergrund wird die Stadt nun erstmals eine vorbeugende biologische Bekämpfungsmethode testen, die bereits in anderen Kommunen und durch spezialisierte Unternehmen eingesetzt wird. Dabei kommt ein biologisches Präparat zum Einsatz, das gezielt gegen die Raupen wirkt und frühzeitig angewendet wird, bevor sich die gesundheitsgefährdenden Brennhaare ausbilden. Die neue Bekämpfungsmethode ist sowohl für den Menschen als auch für Säugetiere wie z.B. Hunde und Katzen aber auch für Vögel unbedenklich: Auch Insekten wie z.B. Hummeln und Bienen werden nicht geschädigt.

 

Der Einsatz erfolgt zunächst ausschließlich im Rahmen eines Pilotprojektes. Die neue Methode wird in diesem Jahr testweise in den Straßen Im Nahtfeld und An der Ausschacht in Overhagen sowie im Bereich des Parkplatzes am Alberssee eingesetzt. Der Einsatz ist in den frühen Morgenstunden geplant. Ziel des Versuches ist es, Erfahrungen über Wirksamkeit, Aufwand und mögliche Auswirkungen der Maßnahme zu sammeln.

Die Stadtverwaltung wird die Ergebnisse des Tests auswerten und anschließend prüfen, ob die Methode künftig ergänzend oder alternativ zu den bisherigen Maßnahmen eingesetzt werden kann.

 



Pressekontakt: Frau Köller, Pressestelle, pressestelle@lippstadt.de,Tel: 02941/980-313
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