Meldungsdatum: 27.05.2026
Die geplante Sonderausstellung, die vom 6. August bis zum 26. November 2026 im Anbau des Lernwerks (Appendix) zu sehen sein wird, erzählt von Menschen in Bocholt, die Flucht, Vertreibung und das Ankommen in einer neuen Umgebung erlebt haben. Im Mittelpunkt stehen persönliche Zeitzeugengeschichten, die individuelle Erfahrungen von Verlust, Unsicherheit, Hoffnung und Neubeginn sichtbar machen. Die Ausstellung zeigt, dass Flucht und Migration nicht nur globale Themen sind, sondern auch die Geschichte und Gegenwart Bocholts prägen.
„Ziel des Aktionstags ist es, die Ausstellung als gemeinschaftliches Vorhaben zu begreifen, das von der Stadtgesellschaft getragen wird“, erklärt Lisa Resing, Leiterin des Stadtmuseums Bocholt. Am 21. Juni 2026 werden dafür von 10 bis 16 Uhr im Bocholter Handwerksmuseum gemeinsam Seile gedreht, die später Teil der Ausstellungsarchitektur rund um die erzählten Zeitzeugengeschichten sein werden. „Die gemeinsam gefertigten Seile bilden dabei einen bewussten Kontrast zur übrigen Gestaltung und sind weit mehr als ein rein gestalterisches Element. Sie stehen für Verbindung, Zusammenhalt und die Anteilnahme vieler Menschen an den erzählten Lebensgeschichten“, so Resing. Mit den eigenen Händen entstehe so ein sichtbares Zeichen dafür, dass hinter jedem schweren Schritt auch die Hoffnung auf einen Neubeginn stehe.
Die Stadt Bocholt und das Stadtmuseum rufen alle Interessierten dazu auf, diese Gelegenheit zu nutzen, um handwerkliches Erleben mit kultureller Erinnerungsarbeit zu verknüpfen. Das Projekt verdeutlicht, dass die Aufarbeitung der Stadtgeschichte dann besonders lebendig und nahbar wird, wenn sich viele Menschen aktiv einbringen. Der Eintritt und die Teilnahme am Aktionstag sind kostenfrei.
Pressekontakt: Stadt Bocholt, Büro des Bürgermeisters, Presse- und Informationsdienst, Tobias Rodig, tobias.rodig@bocholt.de
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