Meldungsdatum: 01.06.2026
Die LEADER-Region Bocholter Aa reagiert auf die zunehmende Ausbreitung invasiver und giftiger Pflanzen- und Tierarten. Die Kommunen Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken und Velen setzen aktuell gemeinsam ein Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt und zur Eindämmung problematischer Arten wie Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Jakobskreuzkraut sowie Nutria und Bisam um.
Auf ausgewählten Pilotflächen werden unterschiedliche Maßnahmen wie Mahd, händisches Entfernen oder biologische Bekämpfung erprobt. Ziel ist es, heimische Pflanzenarten zu stärken und die Ausbreitung invasiver Arten nachhaltig einzudämmen.
In der Stadt Borken liegt der Fokus auf der Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes. Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische, allerdings giftige Pflanze, die sich massenhaft vermehrt. Auf zwei städtischen Pilotflächen werden daher unterschiedliche Methoden getestet. Auf einer Fläche erfolgt die Bekämpfung durch Ausstechen der Pflanzen und eine anschließende Nachsaat. Auf einer zweiten Fläche wird die sogenannte Andreas-Frahm-Methode angewendet. Dabei kommen Raupen des Blutbären zum Einsatz, einer heimischen Schmetterlingsart, die sich natürlicherweise vom Jakobskreuzkraut ernährt.
Am Mittwoch, 27. Mai 2026, stellte Andreas Frahm die Methode Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Borken, des Kreises Borken, der Landwirtschaftskammer, der Landwirtschaft sowie des Imkereivereins im Borkener Rathaus vor. Zudem fand eine Besichtigung der Pilotflächen statt. Bis Herbst 2028 soll diese biologische Methode nun erprobt werden. Auch auf der zweiten Pilotfläche sollen die Maßnahmen zeitnah beginnen, um die Wirksamkeit der unterschiedlichen Methoden vergleichen zu können.
Begleitet wird das Projekt durch eine Öffentlichkeitskampagne. Ziel ist es, die Bedeutung der Biodiversität stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und verschiedene Akteure, beispielsweise aus der Landwirtschaft sowie den Wasser- und Bodenverbänden, aktiv einzubinden.
Die Ergebnisse werden dokumentiert und sollen künftig auch anderen Regionen als Orientierung dienen. Insgesamt trägt das Vorhaben zur ökologischen Aufwertung der LEADER-Region Bocholter Aa, zum Natur- und Umweltschutz sowie zur Stärkung der Landschaft als Erholungsraum bei.
Das Projekt knüpft an das LEADER-Projekt „Biodiversität – Grüner Faden durch die LEADER-Region Bocholter Aa“ an, das in den Jahren 2020 bis 2022 umgesetzt wurde.
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