Meldungsdatum: 09.06.2026

Bezirksregierung genehmigt Doppelhaushalt 2026/27

Münster (SMS) Die Bezirksregierung Münster hat die vom Rat der Stadt am 20. Mai beschlossene Haushaltssatzung für den Doppelhaushalt 2026/27 ohne jegliche Auflagen oder Einschränkungen genehmigt. Der Haushalt ist damit am 6. Juni in Kraft gesetzt und alle Maßnahmen werden wie geplant umgesetzt und Trägerzuwendungen zeitnah ausgezahlt. Stadtdirektorin und Kämmerin Christine Zeller: „Wir sehen unseren ambitionierten Sparkurs bestätigt, können weiterhin eine Haushaltssicherung vermeiden und die Handlungsfähigkeit von Rat und Verwaltung nachhaltig sichern.“

So heißt es in dem Bescheid der Bezirksregierung: „Aktuell wird aufsichtlicherseits darauf verzichtet, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, die Genehmigung mit Bedingungen oder Auflagen zu versehen (…). Rat und Verwaltung sind gefordert, die beschlossenen Stabilitätsmaßnahmen zielgerichtet weiterzuentwickeln und umzusetzen.“

Damit hat der Haushalt der Stadt im laufenden Jahr ein Volumen von rund 1,73 Milliarden Euro. Das sind etwa 33,4 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. 2027 werden die Aufwendungen um weitere 17,1 Millionen Euro auf dann rund 1,75 Milliarden Euro ansteigen. Mehr als jeder zweite Euro davon fließt in Transferaufwendungen insbesondere für soziale Leistungen einschließlich Grundsicherung, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie in Umlagen wie die Landschaftsumlage. Die Personalaufwendungen steigen moderat, bleiben aber das weitere Schwergewicht im Haushalt.

Voraussetzung für die Genehmigungsfähigkeit des Haushaltes war ein strammes Konsolidierungspaket, das die Stadtverwaltung sich in mehreren Schritten vorgenommen hat. Zur Stabilisierung der städtischen Finanzen hatte die Stadtdirektorin nach 20 Millionen Euro in 2025 für den Doppelhaushalt ein Volumen von 27,7 Millionen Euro vorgeschlagen. Davon hat die Politik Maßnahmen im Umfang von 26,1 Millionen Euro aufgegriffen. Gleichwohl übersteigen die Ausgaben der Stadt auch mittelfristig ihre Einnahmen.

Entsprechend mahnt die Bezirksregierung weiterhin Spardisziplin an: „Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob die Einsparziele tatsächlich realisiert werden können. (…) Es ist nun wesentlich, diesen Prozess konsequent fortzuführen und den geplanten globalen Minderaufwand durch konkrete, belastbare Maßnahmen zu untermauern, um die angestrebte Stabilisierung des Haushaltsplans zu gewährleisten“, heißt es in dem Bescheid.