Meldungsdatum: 09.06.2026

„Naturschutz pur“

Mineralischer Mulch statt Schottergarten auf Flächen in Hanau / Brüder-Grimm-Stadt setzt auf klimaresistente und nachhaltige Flächen

Wer in Hanau durch neue oder umgestaltete Bereiche wie den Johanneskirchplatz geht, entdeckt oft Flächen mit einer hellen oder dunklen Steinschicht. Dabei handelt es sich nicht um Schottergärten, sondern um sogenannten mineralischen Mulch. Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) setzt dieses Material verstärkt bei der Gestaltung öffentlicher Grünflächen ein, um sie widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.

„Es sieht aus wie ein Schottergarten, ist aber mineralischer Mulch und damit Naturschutz pur. Wir schaffen lebendige, artenreiche und klimaangepasste Pflanzflächen“, erklärt Stadträtin Isabelle Hemsley.

Der wesentliche Unterschied liegt im Aufbau der Flächen. Während Schottergärten zumeist auf einer Folie oder Vlies angelegt werden und nur wenige Pflanzen enthalten, werden die Hanauer Beete intensiv mit Stauden und Gräsern bepflanzt. Anschließend wird der offene Boden mit einer etwa fünf Zentimeter starken Schicht aus mineralischem Mulch, beispielsweise Kalksteinsplitt, Basalt oder Lava, abgedeckt.

Die Vorteile sind vielfältig: Die Mulchschicht reduziert die Verdunstung aus dem Boden und hilft so Gießwasser zu sparen. Gleichzeitig werden die Pflanzenwurzeln vor Sommerhitze und Frost im Winter geschützt. Bei Starkregen verschlämmt oder verkrustet der Boden nicht und Regenwasser kann besser versickern. Die nachhaltige Pflege der Flächen ist ebenso ein Vorteil. Mineralischer Mulch verrottet nicht und entzieht dem Boden keine Nährstoffe. Zudem erschwert die Abdeckung das Keimen von Unkrautsamen, wodurch der Pflegeaufwand deutlich sinkt. Da bewusst auf Folien und Vliese verzichtet wird, bleiben Regenwürmer und Mikroorganismen aktiv und sorgen für einen dauerhaft lockeren und fruchtbaren Boden.

„Unsere Grünflächen müssen künftig nicht nur attraktiv aussehen, sondern auch mit längeren Trockenphasen, Hitzeperioden und Starkregenereignissen zurechtkommen. Mineralischer Mulch ist ein wichtiger Baustein, um diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die Biodiversität in der Stadt zu fördern“, so Isabelle Hemsley.

Mit zunehmendem Wachstum der Bepflanzung tritt die Mulchschicht optisch in den Hintergrund. Nach ein bis zwei Jahren entstehen geschlossene, grüne und blühende Pflanzungen, die Insekten Nahrung bieten, Feinstaub binden und durch die Verdunstung der Pflanzen zur Kühlung des Stadtklimas beitragen.

„Wir werden daher auch künftig auf dieses bewährte Gestaltungskonzept setzen. Ziel ist es, öffentliche Grünflächen ökologisch wertvoll, pflegearm und zugleich zukunftsfähig zu gestalten“, sagt Stadträtin Hemsley abschließend.

Pressekontakt: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de


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Mineralischer Mulch statt Schottergarten

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
Mineralischer Mulch statt Schottergarten

Die Flächen rund um die Bäume an der Alten Johanneskirche sehen aus wie Schottergärten, bestehen aber aus mineralischem Mulch, der die Biodiversität in der Stadt fördert.


Mineralischer Mulch statt Schottergarten

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
Mineralischer Mulch statt Schottergarten

Die Flächen rund um die Bäume an der Alten Johanneskirche sehen aus wie Schottergärten, bestehen aber aus mineralischem Mulch, der die Biodiversität in der Stadt fördert.


Mineralischer Mulch statt Schottergarten

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
Mineralischer Mulch statt Schottergarten

Die Flächen rund um die Bäume an der Alten Johanneskirche sehen aus wie Schottergärten, bestehen aber aus mineralischem Mulch, der die Biodiversität in der Stadt fördert.