Meldungsdatum: 11.06.2026
Die Vorbereitungen für den Start der neuen Gesamtschule an der Breite Straße laufen auf Hochtouren. Nach den Sommerferien soll in einem L-förmigen Interimsgebäude der Schulbetrieb mit zunächst vier fünften Klassen starten. Parallel dazu wird ein permanenter Schulbau auf der westlichen Teilfläche des ehemaligen Sportplatzgeländes errichtet. Die fertige Vorplanung und die nächsten Schritte zu dem Großbauvorhaben hat das städtische Gebäudemanagement (gmmg) jetzt im Ausschuss für Betriebe und Vergabe vorgestellt.
Damit der Schulbetrieb nach den Sommerferien wie geplant losgehen kann, wird in dem seit Mitte April aufgestellten Interimsgebäude derzeit fleißig gewerkelt. Es werden Böden verlegt, Kabel gezogen, Wände gestrichen und die Außenanlagen hergestellt. Im Juli und August wird das Gebäude schließlich eingerichtet und möbliert. Mit dem Start des neuen Schuljahres bilden dann 108 Schülerinnen und Schüler in vier Klassen den Gründungsjahrgang für die neue, insgesamt siebte Gesamtschule der Stadt Mönchengladbach an der Breite Straße.
Christiane Schüßler, Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport, spürt angesichts des näher rückenden Starts der Gesamtschule Aufbruchsstimmung. „Hier entsteht mit großen Schritten ein hervorragender Interimsbau, der allen Anforderungen an eine gute Schule entspricht. Die neuen Lehrkräfte sowie die kommissarische Schulleitung und das nicht lehrende Personal freuen sich sehr, in diesem neuen Interimsbau, der viele Möglichkeiten der pädagogischen Gestaltung bietet, mit den Kindern in eine neue Schule zu starten und diese sukzessive aufzubauen und das Profil zu schärfen.“
Auch die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz freut sich über die Fortschritte beim Interimsbau: „Der Interimsbau für die siebte Gesamtschule ist ein anspruchsvolles Projekt, das unter hohem Zeitdruck realisiert werden muss. Und das während parallel die Planungen für ein dauerhaftes Gebäude vorangetrieben werden. Durch die fokussierte Zusammenarbeit aller Beteiligten sind wir bei dem Projekt auf einem guten Weg.“
Permanenter Schulbau mit aufgelockertem Baukörper und modernen Lernwelten
Der erste Bauabschnitt des späteren, permanenten Schulbaus entsteht auf dem westlichen Grundstücksteil neben dem Interim. Der Schulbau wird sich in fünf Bauteile mit eigenen Innenhöfen und eine Sporthalle gliedern, die auch für den Vereinssport nutzbar ist. Unterschiedliche Gebäudehöhen und ein zurückspringender Eingangsbereich zur Breite Straße werden dem Baukörper eine aufgelockerte Struktur verleihen. Im Innern wird sich das Gebäude als moderne Lernlandschaft präsentieren, die mit offenen Bereichen, Differenzierungsräumen und Rückzugsorten unterschiedliche Formen des Lernens ermöglicht. Weitere Informationen finden Interessierte unter https://stadt.mg/ge-breitestrasse
Auf Basis des konkreten Gebäudeentwurfs konnten vertiefte Baugrunduntersuchungen für die bevorstehenden Tiefbau- und Gründungsarbeiten der neuen Schule durchgeführt werden. Dabei wurden anspruchsvolle Rahmenbedingungen festgestellt, die bei der Planung und Ausführung der Baugrube im weiteren Verlauf zu berücksichtigen sind. Konkret muss beispielsweise die Last des Gebäudes über eine Pfahlgründung auf tiefere, tragfähige Bodenschichten übertragen werden. Zudem laufen derzeit noch Abstimmungen dazu, wie das anfallende Grundwasser während der Bauarbeiten abgeleitet werden kann.
Angesichts der deutlich komplexeren Tiefbauarbeiten wird sich der Umzug der neuen Schule vom Interim in den fertigen ersten Bauabschnitt des Neubaus voraussichtlich erst 2029 realisieren lassen. Einschränkungen für die neue Schule sollen sich dadurch nicht ergeben. Um den jährlichen Aufwuchs der vierzügigen Schule um einen neuen Jahrgang von Fünftklässler*innen auch im Sommer 2028 gewährleisten zu können und alle Raumbedarfe abzubilden, prüft die Verwaltung derzeit Möglichkeiten, das Interim durch zusätzliche Gebäudemodule zu erweitern. Mit Fertigstellung des dauerhaften Schulgebäudes 2029 soll die Gesamtschule dann zur Sechszügigkeit übergehen, sprich zwei weitere Klassen pro Jahrgang aufnehmen.
Eine weitere Konsequenz aus den neuen Erkenntnissen ist eine vorgezogene, separate Vergabe der Tiefbauarbeiten, um diese schnellstmöglich beauftragen zu können. Auch eine entsprechende Dringlichkeitsentscheidung und die Vorbereitung der Auftragsvergabe standen deshalb in der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Betriebe und Vergabe auf der Tagesordnung. Derzeit vorgesehen ist, der Politik im Oktober eine fertige Entwurfsplanung vorzulegen. Sie bildet die Voraussetzung für den notwendigen Durchführungsbeschluss, den es für den Start der Bauarbeiten braucht. Insofern das gelingt, könnte noch in diesem Jahr mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden.
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