Meldungsdatum: 11.06.2026

Stadtregion Münster: Gemeinsam für klimafreundliche Mobilität und bezahlbares Wohnen

Rätetreffen in Münster mit elf Nachbarkommunen / Sendenhorsts Bürgermeisterin Katrin Reuscher übernimmt Vorsitz

Münster (SMS) Auf dem Land wohnen, in der Stadt arbeiten oder zur Schule gehen – rund 30.000 Menschen pendeln aus den elf Nachbarkommunen nach Münster. Damit verbundene Herausforderungen wie die Verbesserung der ÖPNV-Anbindungen und der Ausbau der Velorouten waren ein Schwerpunkt des Rätetreffens der Stadtregion am Mittwoch, 10. Juni. Rund 200 Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeitende der zwölf Mitgliedsstädte und -gemeinden tauschten sich im LWL-Museum für Kunst und Kultur zudem über die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wohnen sowie zu weiteren Zukunftsthemen aus.

„Der regelmäßige Austausch in der Runde der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister schafft Vertrauen, Verlässlichkeit und eine gemeinsame Sprache über kommunale Grenzen hinweg“, hob Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs die Bedeutung der Stadtregion hervor. „Gerade in Zeiten wachsender Herausforderungen zeigt sich hier die Stärke eines abgestimmten Handelns für die Menschen unserer Region.“

An der Spitze des informellen Kommunalverbundes gab es einen Führungswechsel. Der Havixbecker Bürgermeister Jörn Möltgen übergab den Vorsitz der Stadtregion Münster an die Sendenhorster Bürgermeisterin Katrin Reuscher. Sie wird künftig die Interessen des Verbundes nach außen vertreten. Ihr Stellvertreter wird Sebastian Täger, Bürgermeister der Gemeinde Senden.

Gemeinsame Lösungen für bessere Stadt-Umland-Verbindungen

Im Mittelpunkt des Rätetreffens standen die vielfältigen Kooperationen der zwölf Städte und Gemeinden, die seit mittlerweile 25 Jahren gemeinsam an Lösungen für regionale Herausforderungen arbeiten. Diese Zusammenarbeit wird beim Thema Mobilität weiter ausgebaut. Mit dem neuen Handlungsfeld „Nahverkehrsplanung“ rücken die Kommunen auch hier die regionale Vernetzung stärker in den Fokus. Aktuell wird der vierte Nahverkehrsplan der Stadt Münster erarbeitet.

Der Nahverkehrsplan stellt das wesentliche Instrument dar, um sich mit den Münster umgebenden Kreisen und deren Nahverkehrsplänen abzustimmen. Darüber hinaus soll das Potenzial genutzt werden, auf Arbeitsebene mit den Umlandgemeinden zusammenzukommen und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten, um zum Beispiel die Stadt-Umland-Verbindungen im ÖPNV zu verbessern.

Gleichzeitig feiert die Velorouteninitiative ihr zehnjähriges Bestehen. Die 14 stadtregionalen Radvorrangrouten verbinden Münster mit den Umlandkommunen und leisten einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher und alltagstauglicher Mobilität. Passend zum Jubiläum wurde die neugestaltete Plattform www.veloregion.de vorgestellt, die künftig noch umfassender und anwendungsfreundlicher über das regionale Radverkehrsnetz informiert.

„25 Jahre Stadtregion Münster und zehn Jahre Velorouteninitiative zeigen eindrucksvoll, wie viel durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann“, betonte Katrin Reuscher im Namen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Stadtregion.

Neue Zusammenarbeit bei Schulentwicklung

Ein neues Handlungsfeld in der Stadtregion ist die Schulentwicklungsplanung. Insbesondere bei der Entwicklung des weiterführenden Schulangebots ist ein Austausch hilfreich, um ein tragfähiges und hinreichendes Schulangebot in der Stadtregion insgesamt zu erreichen.

Ein frühzeitiger Informationsaustausch über Entwicklungen in der Schullandschaft dient der Transparenz und dem gegenseitigen Verständnis sowie dem Antizipieren von sich verändernden Schüler*innenzahlen und -strömen. Ein wichtiger Meilenstein bildet hierbei die erste gemeinsame Schulstatistik der Stadtregion, die einen Überblick über die Schulangebote und zur Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der Stadtregion gibt.

Bezahlbares Wohnen als gemeinsame Herausforderung

Eine zentrale Herausforderung bleibt der Wohnungsmarkt. Gemeinsam arbeiten die Kommunen daran, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und voneinander zu lernen. Neue Prognosen zum Wohnraumbedarf liefern dabei wichtige Orientierungsrahmen für die zukünftige Baulandpolitik in den Kommunen. Darin gilt es auf die demografischen Trends, auf die immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes bedarfsgerecht zu reagieren.

Ein Teil der Kommunen will seine Kräfte dabei ab diesem Sommer in der interkommunalen Genossenschaft „Münsterland WohnWert“ bündeln, um gemeinsam Flächen zu entwickeln und Planungsprozesse effizienter zu gestalten.

In der Stadtregion Münster leben rund eine halbe Million Menschen. Sie umfasst die Kommunen Altenberge, Ascheberg, Drensteinfurt, Everswinkel, Greven, Havixbeck, Münster, Nottuln, Ostbevern, Senden, Sendenhorst und Telgte. Das Rätetreffen fand zum vierten Mal statt, es ist das größte Veranstaltungsformat in der Zusammenarbeit der zwölf Kommunen.


Foto: Beim vierten Rätetreffen der Stadtregion Münster kamen am 10. Juni im LWL-Museum rund 200 Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeitende sowie Unterstützer des Kommunalverbundes zusammen. Foto: Stadt Münster / Michael Möller. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.


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Rätetreffen in Münster

©  Stadt Münster / Michael Möller
Rätetreffen in Münster

Beim vierten Rätetreffen der Stadtregion Münster kamen am 10. Juni im LWL-Museum rund 200 Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeitende sowie Unterstützer des Kommunalverbundes zusammen.