Meldungsdatum: 15.06.2026
Einen Vortrag zur NS-Unrechtsjustiz im Lande Braunschweig hält Arnuld Heinemann am Donnerstag, 18. und Sonntag, 21. Juni, jeweils um 15 Uhr, in der Kleinen Dornse, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7. Der Eintritt ist frei.
Im Landgericht Braunschweig tagte ab dem Frühjahr 1933 das Sondergericht Braunschweig, das zu einem zentralen Instrument der NS-Unrechtsjustiz in der Region wurde. Es fällte etwa 3000 Urteile gegen mehr als 7000 Männer und Frauen aus dem Freistaat, darunter viele Kritikerinnen und Kritiker des NS-Systems. Ausgesprochen wurden 92 unmenschliche Todesurteile gegen angebliche „Volksschädlinge“, darunter auch Jugendliche wie Erna Wazinski. Der 18jährige Günther Morgenstern wurde, obwohl noch nicht einberufen, wegen „Wehrdienstentziehung“ verurteilt und in Wolfenbüttel mit der Guillotine hingerichtet.
Umrissen wird auch die Rolle der mehr als 20 Amtsgerichte des Freistaates Braunschweig in der NS-Zeit, die noch nicht gänzlich erforscht ist. Thema sind ebenso Urteile gegen Amsterdamer Juden, die von militärischen Gerichten, sog. Feldgerichten, verurteilt wurden.
Infos:
Städtisches Museum Braunschweig, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7,
38100 Braunschweig,
Öffnungszeiten: Di – So, Feiertage, 10 – 17 Uhr, Telefon (0531) 470 4551,
E-Mail: museum@braunschweig.de
Der Eintritt ist frei.
Das Städtische Museum nimmt teil an der MuseumsCard der Braunschweiger Museen. Sie ermöglich einmalig freien Eintritt sowie dauerhaft ermäßigten Eintritt bei Folgebesuchen für ein Jahr in den sieben größten Museen Braunschweigs. Die Museumscard kostet 22 Euro und ist auch im Städtischen Museum erhältlich. Alle Infos unter www.braunschweig.de/museumscard.
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