Meldungsdatum: 16.06.2026
Der über den Dorneburger Mühlenbach führende Durchlass wurde im Jahr 1922 hergestellt. Das Bauwerk befindet sich im Eigentum der Emschergenossenschaft. Der Überbau und die Widerlagerwände des Durchlasses weisen Schäden auf, so dass mittel- bis langfristig Einschränkungen in der Standsicherheit und Dauerhaftigkeit des Bauwerkes zu erwarten sind. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Standsicherheit des Durchlasses im Bereich der Herner Straße sollen sogenannte Lastverteilungsplatten aus Stahlbeton unterhalb des Straßenoberbaus der Herner Straße eingebaut werden. Diese Maßnahme ist als provisorische Sicherung des Durchlasses bis zum sechsstreifigen Ausbau der A43 vorgesehen. Mit dem geplanten Ausbau der Autobahn und dem damit verbundenen Neubau der Autobahnbrücke wird auch ein Neubau des Gewässerdurchlasses erfolgen.
Für die Einrichtung der Umleitungen im Bereich der nun anstehenden Baustelle müssen Teile der Mittelinsel sowie der Parkstreifen an der Herner Straße umgebaut werden. Zudem muss im Vorfeld der Bautätigkeiten eine von drei Platanen sowie eine Hecke im Bereich der geänderten Verkehrsführung umgepflanzt werden. Während der Errichtung der Verkehrssicherungsmaßnahmen kann es kurzzeitig zu kompletten Sperrungen der Fahrrichtungen auf der Herner Straße kommen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.
In die provisorische Instandsetzung des Dorneburger Mühlenbach-Durchlasses investiert die Emschergenossenschaft rund 750.000 Euro an Baukosten.
Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de
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