Meldungsdatum: 15.06.2026

„Heimat Hamm“: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

Die App „Heimat Hamm“ stellt einen kostenfreien und digitalen Stadtrundgang durch die Hammer Innenstadt bereit. Dank faszinierender Augmented Reality (AR) verschmelzen Geschichte und Gegenwart direkt auf den Displays mobiler Endgeräte. Orte, die nicht mehr existieren, lassen sich so leicht anschauen und ihre Geschichte(n) erleben.

„Laden Sie die App Hamm herunter – und erleben sie unsere Stadtgeschichte auf eine ganz neue, spannende Weise – digital, interaktiv und für alle zugänglich“, wirbt Oberbürgermeister Marc Herter für „Heimat Hamm“. Herter bedankte sich bei der Vorstellung der App am Montag, 15. Juni, bei allen Beteiligten für die Teamarbeit am Projekt und beim Land NRW für die Förderung, durch die die digitale Zeitreise als Stadtführung erst möglich wurde. „Im Jahr unseres Stadtjubiläums machen wir so die Geschichte Hamms erlebbar und schaffen zugleich Raum für die Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Zukunft“, so Herter.

Niedrigschwelliges Angebot für alle Hammer

„HEIM@T HAMM“ richtet sich an ein breites Publikum: Sowohl langjährige Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt als auch neu Zugezogene und Gäste sind eingeladen, ihre Heimat neu zu entdecken. Familien, Schulklassen und Touristen werden mit dem Projekt angesprochen, das ein niedrigschwelliges, kostenfreies Angebot darstellt.

Besonders an der digitalen Stadttour „HEIM@T HAMM“ ist die Auswahl zwischen den drei Leit-Avataren Grete, Toni und Klippi: einem erwachsenen Avatar, einem kindlichen Avatar und einem Avatar im „Audio-Only“-Modus. Letzterer bietet eine Alternative für sehbeeinträchtigte Menschen.

Mit einem Gesamtvolumen von 430.000 Euro setzt die Stadt Hamm ein ambitioniertes Vorhaben zur digitalen Aufarbeitung der Stadtgeschichte um. Das Projekt wird maßgeblich durch das Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ unterstützt, welches Teil des Heimatförderprogramms des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen ist. Ministerin Ina Scharrenbach war bei der Vorstellung der App auf dem Hammer Marktplatz dabei.

Etliche Ämter und weitere Partner beteiligt

Das Projekt zeichnet sich durch eine enge ämterübergreifende Kooperation aus: Neben dem Stadtarchiv und dem Gustav-Lübcke-Museum waren das Büro für Kultur & Tourismus, das Medienzentrum Hamm sowie das Referat für Wirtschaft, Digitalisierung und Europa maßgeblich beteiligt. Unterstützung in der technischen und administrativen Umsetzung kam zudem vom Sachgebiet Geodatenmanagement, dem Amt für Organisationsentwicklung, IT und Digitalisierung, dem Tiefbauamt und der Vergabestelle.

Das Projekt bildet außerdem ein zentrales Leitprojekt von Digitales:Hamm, der städtischen Digitalisierungsstrategie. Für die fachliche Realisierung setzte die Stadt auf ein spezialisiertes Team externer Partner: Als Hauptdienstleister verantwortet das deutsch-französiche Unternehmen „wezit transmedia solutions“ die gesamte Programmierung und Entwicklung der App. Das Gestaltungsbüro „kollarneuber creative minds“ übernahm die strategische Vermarktung und das Branding des Projekts.

Elf historische Orte erkunden – und eine Überraschung

Der Rundgang führt zu elf historischen Standorten sowie einer finalen Überraschungsstation und ist für etwa zwei Stunden ausgelegt. Alle Stationen befinden sich im Stadtkern und damit in der Keimzelle der Stadt Hamm. Die Auswahl der Orte reicht von bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Hauptbahnhof mit seinem imposanten Empfangsgebäude bis hin zu eher unbekannten Orten wie der Königstraße, wo sich ein Versammlungsort der Radbodwitwen in einer Kneipe befand.

Die Reihenfolge der Stationen ist frei wählbar. Eine gewisse chronologische Strenge wurde bewusst zugunsten der individuellen Erkundungslust der Nutzerinnen und Nutzer aufgegeben. Mit spannenden Minispielen kann man noch tiefer in 800 Jahre Stadtgeschichte eintauchen. Gemeinsam mit den Avataren Grete, Toni und Klippi gibt es eine Menge zu entdecken – und Hamm so kennenzulernen, wie man es garantiert noch nie gesehen hat.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Rundgang "Heimat Hamm"

©  Stadt Hamm/Thorsten Hübner
Rundgang

Testeten die App in der Innenstadt (von links): Oberbürgermeister Marc Herter, Franziska Rohloff (Stadtarchiv), Ministerin Ina Scharrenbach, Landtagsabgeordneter Justus Moor und Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell (HSHL-Präsidentin).