Meldungsdatum: 16.06.2026
Der ehrenamtliche Laiensprachmittlungspool des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Mönchengladbach wächst weiter und bleibt ein wichtiger Baustein für gelingende Integration. Beim diesjährigen Jahresaustausch kamen zahlreiche ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und ihre Arbeit gemeinsam weiterzuentwickeln.
Mehr als 100 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit im zentralen Laiensprachmittlungspool der Stadt und unterstützen Übersetzungen in rund 46 Sprachen und Dialekten. Sie helfen dabei, Sprachbarrieren in Kindertagesstätten, Schulen, Beratungsstellen und anderen öffentlichen Einrichtungen zu überwinden und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Austauschs stand neben einem fachlichen Input der Referentin Milana Nauen vor allem der Dialog untereinander. Nach dem sogenannten World-Café-Prinzip diskutierten die Teilnehmenden in wechselnden Gruppen über aktuelle Herausforderungen, bewährte Vorgehensweisen, interkulturelle Kompetenzen und ethische Fragestellungen aus ihrer ehrenamtlichen Praxis. Ziel war es, voneinander zu lernen, das Netzwerk zu stärken und neue Impulse für die tägliche Arbeit mitzunehmen.
„Unsere Sprachmittlerinnen und Sprachmittler leisten einen unschätzbaren Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt. Sie helfen Menschen in oft schwierigen Situationen, sich zu verständigen und Zugang zu wichtigen Angeboten zu erhalten. Für dieses Engagement möchte ich mich herzlich bedanken“, sagt Jürgen Fischer, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums. „Gleichzeitig freuen wir uns über weitere Menschen, die ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen einbringen möchten. Je größer unser Pool ist, desto flexibler können wir auf Anfragen reagieren.“
Auch die Integrationsbeauftragte Firdas Ziani würdigte das ehrenamtliche Engagement: „Sprachmittlung schafft Verständigung, Vertrauen und Teilhabe. Die Ehrenamtlichen schlagen Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und ermöglichen Begegnungen auf Augenhöhe. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung.“
Die Nachfrage nach Sprachmittlungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Neben der Unterstützung geflüchteter Menschen aus der Ukraine hat vor allem der zunehmende Bekanntheitsgrad des Angebots zu einer wachsenden Zahl von Einsätzen geführt. Bereits heute werden die Ehrenamtlichen regelmäßig bei Beratungsgesprächen, Schulanmeldungen, in Kindertagesstätten oder sozialen Einrichtungen eingesetzt.
Das Kommunale Integrationszentrum sucht deshalb weitere Interessierte. Besonders gefragt sind derzeit Menschen mit Kenntnissen in den Sprachen Kurdisch Kurmanci, Kurdisch Sorani, Türkisch, Arabisch, Mazedonisch, Farsi, Dari, Rumänisch und Bulgarisch. Grundsätzlich sind jedoch Menschen aller Sprachgruppen willkommen.
Voraussetzungen für die Aufnahme in den Laiensprachmittlungspool sind die Volljährigkeit, ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag sowie die Bereitschaft, an einer kostenlosen Grundqualifizierung und regelmäßigen Fortbildungen teilzunehmen.
Interessierte können sich per E-Mail an ki-sprachenpool@moenchengladbach.de wenden oder telefonisch unter 02161/ 25 53784. Weitere Informationen gibt es unter www.stadt.mg/KI .
Der Laiensprachmittlungspool wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Jürgen Fischer, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums und die Integrationsbeauftragte Firdas Ziani danken den Ehrenamtlichen des Laiensprachmittlungspools für ihr Engagement. © Stadt Mönchengladbach
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