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Meldungsdatum: 18.06.2026

Klimaschutz regional erlebbar: Anlagebesichtigung der Bioenergie Heek-Ahle

Netzwerk der Klimaschutzbeauftragten informierte sich über Gemeinschaftsanlage mit regionalem Konzept

Das Netzwerk der kommunalen Klimaschutzbeauftragten aus dem Kreis Borken hat jetzt die moderne Biogasanlage der Bioenergie Heek-Ahle GmbH & Co. KG im Industriegebiet Heek-West besucht. Die Exkursion bot spannende Einblicke in ein innovatives Praxisbeispiel für regionalen Klimaschutz, nachhaltige Landwirtschaft und zukunftsorientierte Energieversorgung.

Die Gemeinschaftsanlage wird von rund 45 landwirtschaftlichen Betrieben aus Heek und Umgebung getragen. Jährlich werden dort etwa 135.000 Tonnen tierische Wirtschaftsdünger wie Rinder- und Schweinegülle, Mist sowie weitere landwirtschaftliche Reststoffe verarbeitet. Besonders bemerkenswert ist dabei das regionale Konzept: Die Anlieferung erfolgt überwiegend innerhalb eines Radius von nur fünf Kilometern. Dadurch werden Transportwege und Emissionen erheblich reduziert.

Im Mittelpunkt der Besichtigung, an der 14 Klimaschutzmanagerinnen und -manager teilnahmen, stand der gesamte technische Prozess der Biomethanerzeugung. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Überblick über die einzelnen Verfahrensschritte – von der Substratanlieferung über die anaerobe Vergärung in den großdimensionierten Fermentern bis hin zur hochmodernen Biogasaufbereitung. Die Anlage produziert rund 600 m³ Biomethan pro Stunde, das direkt in das öffentliche Gasnetz eingespeist wird. Damit kann der Jahresenergiebedarf von mehreren tausend Haushalten gedeckt werden.

Besonders eindrucksvoll war die konsequente Kreislaufwirtschaft der Anlage. Neben klimaneutralem Biomethan entsteht hochwertiges CO₂ in Lebensmittelqualität, das weitervermarktet wird. Gleichzeitig werden die verbleibenden Gärreste separiert und als hochwertiger Dünger an die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe zurückgeführt. Dadurch entsteht ein nahezu geschlossener regionaler Nährstoffkreislauf.

Aus Sicht des Klimaschutzes leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Emissionsminderung: Durch die kontrollierte Vergärung der Wirtschaftsdünger können Methanemissionen aus herkömmlicher Güllelagerung deutlich reduziert werden. Gleichzeitig zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie Landwirtschaft aktiv zur Energiewende beitragen kann.

Im fachlichen Austausch mit den Klimaschutzbeauftragten wurde zudem deutlich, welche Bedeutung Biogasanlagen künftig für die Kommunale Wärmeplanung und die regionale Energieversorgung haben können. Biomethan gilt als flexibel speicherbarer erneuerbarer Energieträger und kann sowohl für Strom- und Wärmeerzeugung als auch als klimafreundlicher Kraftstoff genutzt werden. Gerade im ländlichen Raum bieten solche Anlagen großes Potenzial für eine nachhaltige und resiliente Energieinfrastruktur.

Das Fazit der Beteiligten nach der Besichtigung fiel positiv aus: Die Bioenergie Heek-Ahle machte deutlich, dass Klimaschutz, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung erfolgreich miteinander verbunden werden können. Die Anlage gilt damit als echtes Leuchtturmprojekt für das Münsterland und als gelungenes Beispiel für praktische Energiewende vor Ort.

Pressekontakt: Ellen Bulten, 02861 / 681-2431


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Das Netzwerk der Klimaschutzbeauftragten besuchte die Biogasanlage in Heek-Ahle.

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Das Netzwerk der Klimaschutzbeauftragten besuchte die Biogasanlage in Heek-Ahle.