Meldungsdatum: 19.06.2026
Im Rückblick betreute das Jobcenter im Jahr 2025 im Jahresdurchschnitt 9.301 Haushalte. In ihnen lebten im Dezember 17.184 Personen. Dies waren 1.037 Personen weniger als im Januar zu Beginn des Jahres. Laut dem Jobcenter-Chef gibt es hierfür zwei Gründe: „Zum einen konnten viele Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden. Zum anderen wirkte sich die insgesamt rückläufige Zuwanderung nach Deutschland auf die Zahl der Bedarfsgemeinschaften aus.“ Als eine Folge konnte das Jobcenter das angestrebte Ziel „Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit“ übertreffen. Die ursprünglich angestrebten 2.708 Integrationen wurden um 56 übertroffen.
In diesem Jahr zeigt sich die wirtschaftlich angespannte Situation in den Unternehmen in einer zurückhaltenden Personalpolitik. „Dabei gibt es eine Wechselwirkung zwischen Fachkräftemangel und dem Abbau von Arbeitsplätzen“, so der Behördenchef. „Die Unternehmen agieren zurzeit sehr vorsichtig. Das macht es für uns schwieriger, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“
Das Jobcenter geht auf die aktuelle Situation der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ein und bietet gezielt nachgefragte Formate wie die Frauenmesse oder den Zukunftstag an. Zudem konzentriert sich das Jobcenter mit Aktionen auf Branchen, in denen gerade neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht werden wie im öffentlichen Nahverkehr oder im Pflegebereich. „Mit unserer Arbeit stellen wir sicher, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen wird, und wir möchten, dass sie langfristig auf eigenen Beinen stehen können. Daher ist eine nachhaltige und zukunftsorientierte Integration unser Ziel.“
Neben den Herausforderungen am Arbeitsmarkt befasst sich das Jobcenter mit den neuen Gesetzesänderungen. „In den vergangenen Jahren mussten wir uns immer wieder recht kurzfristig auf neue Vorgaben einlassen“, so der Geschäftsführer. „Dies ist nun ab Sommer erneut so. Unser Ziel ist es, uns resilient und nachhaltig aufzustellen, damit wir in der Lage sind, schnell zu handeln. Wir sind eine flexible und agile Behörde und dennoch wünschen wir uns mehr Kontinuität für alle Beteiligten.“
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Die Geschäftsführung des Jobcenters Jörn Peters und seine Stellvertreterin Katja Müller stellten den Geschäftsbericht des Jahres 2025 vor und berichteten von den aktuellen Herausforderungen des Jobcenters. Foto: Elisabeth Bormann/ Jobcenter
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