Meldungsdatum: 18.06.2026
Salaputia Brass versammelt in seinem „Songbook“ Klangwelten, die von der Renaissance bis zum Pop der Gegenwart reichen. Leonard Bernsteins „West Side Story“ steht dabei ganz selbstverständlich neben den Tänzen aus „The Fairie Round“ von Anthony Holborne aus dem späten 16. Jahrhundert. Im Medley „High Moon“ versammeln sich Van Morrison, Jimmy Van Heusen und Bart Howard um denselben Mond. Und bei Henry Mancinis „Moon River“ stellt sich die Filmszene aus „Frühstück bei Tiffany“ fast von selbst ein. Ihre stilistische Bandbreite entsteht in maßgeschneiderten Arrangements, oft aus der Feder von Gründungsmitglied Peter Dörpinghaus (Trompete) stammen.
Beim Mozart-Zyklus auf Gut Kump, den die Nordwestdeutsche Philharmonie und Frank Beermann auch in diesem Sommer fortsetzen, weiten sie den Blick bewusst über Mozart hinaus. Nach dem Klavierkonzert d-Moll (KV 466), einem der dramatischsten und kühnsten Beiträge Mozarts zur Gattung, steht Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie auf dem Programm, die mit ihrem hellen, federnden Gestus näher an der Tonsprache Mozarts liegt als seine Sinfonien Nr. 5 und 6. Als Solist des Abends erhält der Pianist Matthias Kirschnereit erneut Gelegenheit, seine hohe Mozart-Kompetenz zu beweisen.
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