Meldungsdatum: 18.06.2026
Das Kulturextra „nature. culture. future.“ bringt Kunst, Kultur und Begegnung in die Grünen Finger und lädt im Sommer 2026 zu einem vielfältigen Kulturprogramm im gesamten Stadtgebiet ein.
Heckenkunst von Eva Dankenbring
Die Heckenkunst von Eva Dankenbring ist ein partizipatives Naturkunstprojekt an der Außenhecke der Kleingartenanlage am Westerberg. Unter dem Leitmotiv „Schutz“ wird die Hecke zwischen Mai und Juni gemeinsam mit verschiedenen Gruppen gestaltet. Dabei entsteht eine wachsende Naturinstallation, die sich im Laufe der Zeit stetig verändert und als lebendiges Kunstwerk im Stadtraum sichtbar bleibt.
Der Ausstellungszeitraum erstreckt sich vom 1. Juli bis zum 30. September 2026.
Beteiligt sind die Initiatorin und Künstlerin Eva Dankenbring, die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner des Kleingartenvereins West e. V., die Montessori-Schule/Förderschule für geistige Entwicklung sowie Kunstschaffende, Freundinnen und Freunde, Anwohnende und weitere Interessierte.
Die Treffen finden am Dienstag, 23 Juni, sowie Samstag und Sonntag, 27. und 28. Juni, jeweils von 15 bis 19 Uhr statt. Ort: Außenhecke zwischen Corneliusweg, Lieneschweg und Richard-Wagner-Straße.
Klangperformance
Das „KlangDuo“ mit Jörg Kerll, Hilmar Hajek und „Feinstrom“ Bert Fleissig verwandelt den Raum am Vita-Dominae-Brunnen am Freitag, 26. Juni, um 20.30 Uhr in eine akustische Landschaft zwischen Naturklängen und Elektronik. Ambient und Live-Elektronik treffen auf Naturinstrumente und schaffen eine vielschichtige Klanglandschaft zwischen ruhigen Flächen und verdichteten, raueren Momenten.
Licht und Klang reagieren dabei unmittelbar auf die Umgebung und machen den Grünraum sinnlich erfahrbar. Die Performance ermöglicht zeitweise auch die aktive Beteiligung der Besucherinnen und Besucher.
Ort: Vita-Dominae-Brunnen, Gertrudenkirche Osnabrück, Senator-Wagner-Weg 9, Dauer: ca. 2 Stunden
Bei schlechtem Wetter ist Freitag, 3. Juli, als Ersatztermin vorgesehen. Dies wird ein bis zwei Tage vorher auf www.klangzentrum-osnabrueck.de bekannt gegeben.
MalOrt Osnabrück
Das Projekt „MalOrt Osnabrück“ öffnet im Quartier Wüste kreative Freiräume für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Fassaden und öffentliche Flächen werden ohne Leistungsdruck gemeinschaftlich gestaltet, sodass Kunst im öffentlichen Raum entstehen kann.
Eingeladen sind junge und ältere „Wüstianerinnen und Wüstianer“ aller Kulturen, gemeinsam das Quartier bunter zu machen. Es sollen lebendige und spontan-kreative Malspielwände entstehen. Ziel ist es, ein grüneres Quartier und eine Stadt der Zukunft zu denken, zu fühlen und zu träumen, in der sich alle wohlfühlen.
Dabei geht es nicht um ein perfekt geplantes Bild, sondern darum, gemeinsam und ohne Angst vor Fehlern leere Wände mit Blumen, bunten Wiesen, Sonne, Wolken oder grünen Häusern zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Wertschätzung und kreativer Ausdruck, nicht die Bewertung des Ergebnisses.
Gesucht werden Farbsponsoren für weiße und bunte Wandfarben sowie Wände im Quartier, die öffentlich sichtbar oder in Gemeinschaftsgärten beziehungsweise Hinterhöfen gelegen sind und im Rahmen des Projekts bemalt werden dürfen.
Das Projekt findet von Mai bis September 2026.
„Der grüne Finger spricht“
Bei dem interaktiven Kinder- und Jugendprojekt der Lega S Jugendhilfe gGmbH „Der grüne Finger spricht“, konzipiert von Thomas Solbrig, werden Pflanzen, Tiere und Landschaften zu Erzählern, die über interaktive Tafeln ihre Perspektiven im Stadtraum sichtbar machen.
Was würde beispielsweise ein Löwenzahn, eine Biene oder eine Pfütze erzählen? Kinder und Jugendliche gehen auf Entdeckungsreise in die Natur und verwandeln ihre Eindrücke in Geschichten, Gedichte und Klänge.
Das Projekt ist entlang des Grünen Fingers Berningshöhe/Ziegenbrink (Nähe Hauswörmannsweg 65) über interaktive Tafeln hörbar und findet von Juni bis September 2026 statt.
Die Kunst des Schenkens und des Tauschens – eine Guerillaaktion von Manfred Bliefert
Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Joggerinnen und Jogger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer, die am Bahnübergang Hörne im Hörner Bruch vorbeikommen, sind herzlich eingeladen, sich an der spontanen und unterminierten Druckaktion zu beteiligen.
Seit Jahren arbeitet Manfred Bliefert mit seinem Druckfahrrad situativ im öffentlichen Raum und gestaltet gemeinsam mit Passantinnen und Passanten Plakate und kleine Druckwerke, die direkt vor Ort entstehen.
Grüne Spuren von Nikola Dicke
Im gesamten Stadtraum entwickelt Nikola Dicke umweltfreundliche temporäre Reverse-Graffiti und Klangspuren, die die Bedeutung der Grünen Finger Osnabrücks als Klima- und Erholungsräume sichtbar machen.
Interviews mit Nutzenden und Forschenden dienen dabei als Grundlage. Es entsteht ein temporäres, niedrigschwelliges Klimaarchiv im Stadtraum, das wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen miteinander verbindet.
Das Projekt findet von Juli bis Dezember statt. Eine Preview gibt es bei der Langen Nacht der Ateliers am 20. Juni in ihrem Atelier am Tannenhof 12.
„Vom Winde bewegt“ von Franz Greife
Die Installation „Vom Winde bewegt“ von Franz Greife ist von Juni bis September am Hörner Bruch, in der Nähe des Musikexpresses, zu sehen.
Die Arbeit aus Haselnussstangen rückt den Wind als zentrale gestaltende Kraft in den Mittelpunkt und macht seine Wirkung im Landschaftsraum sichtbar. Der Wind als Hauptakteur spielt mit 24 quadratischen Stoffsegeln und verschafft sich immer wieder neue Sichtbarkeit – als laues Lüftchen ebenso wie als kräftige Brise.
„Sonnenkreise“ von Regis Baumans
Ein weiteres Land-Art-Projekt stammt von Regis Baumans. Die Installation „Sonnenkreise“ spielt mit dem Sonnenlicht im Grünen Finger am Westerberg und ist ab Juli auf der Grünfläche am Edinghäuser Weg nahe der Albrechtstraße zu finden.
Fluoreszierendes Acrylglas beziehungsweise Plexiglas besitzt die Eigenschaft, insbesondere bei Sonneneinstrahlung leicht zu leuchten. Das Werk verbindet Kunst, Natur und Sonnenlicht zu einer ortsbezogenen Arbeit, die sich im Tagesverlauf ständig verändert.
„Windwächter“ von Aaron Rahe
Die Installation thematisiert unsichtbare Kräfte wie Wind und Gemeinschaft und macht sie im öffentlichen Raum erfahrbar. Eine bepflanzte Skulptur entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter und verbindet Kunst, Natur und Beteiligung.
Die Installation wird ab August in der Gartlage auf der Grünfläche „Am Bahndamm“ zu sehen sein.
Konzert „nature. culture. future.“ mit dem UniPopChor
Der UniPopChor unter der Leitung von Aaron Bredemeier präsentiert am 5. Juli 2026 im Botanischen Garten zwei Konzerte mit Songs zu den Themen Klima, Gesellschaft und Zukunft.
Die Jazz-, Rock- und Popsongs greifen gesellschaftlich relevante Themen wie Klima, Krieg und kulturelle Vielfalt auf.
Aufführungen:
Sonntag, 5. Juli, 17 Uhr im Amphitheater (bei schlechtem Wetter im Helikoniensaal), Tickets unter www.tickets.uos.de/amphitheater1700
Sonntag, 5. Juli, 19:30 Uhr im Helikoniensaal, Tickets unter www.tickets.uos.de/helikoniensaal1930
Eintritt: 7,50 Euro, Studierende frei.
„Die Grünen Finger: eine künstlerische Entdeckungsreise“ mit Almuth Bennett
Die Ausstellung macht die sternförmigen Grünzüge der Stadt durch Kunst erlebbar. Almuth Bennett entwickelte durch persönliche Erkundungen und eine poetische Bildsprache ein Vermittlungskonzept mit Karten und Gemälden, um die Landschaft intuitiv und emotional erfahrbar zu machen.
Die Ausstellung ist vom 18. August bis zum 18. September im Foyer des Stadthauses, Natruper-Tor-Wall 2, zu sehen.
Am 3. und 17. September ist die Künstlerin jeweils von 16:30 bis 18 Uhr anwesend und sucht das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern.
„Aquanautinnen“ mit Charlotte Dally, Katrin Lazaruk und Regine Wolff
Die Künstlerinnen Charlotte Dally, Katrin Lazaruk und Regine Wolff tauchen in den Kosmos des Wassers ein und erkunden den alten Wasserhochbehälter – den „Kulturbehälter“ – künstlerisch als einen Ort, der noch immer unentdeckte Welten birgt.
Samstag, 22. August, und Sonntag, 23. August 2026, jeweils von 13 bis 18 Uhr
Wasserhochbehälter auf dem Westerberg, Gutenbergstraße
www.kulturbehaelter.de
Kultur-Bodenschätze auf dem Hasefriedhof
Im Rahmen des Projekts „Bodenschätze Hasefriedhof“ wurden von Karin Maurer zahlreiche in Vergessenheit geratene Gräber freigelegt, Inschriften dokumentiert und Recherchen zu den Beigesetzten durchgeführt. So wurden vergessene Geschichten wieder sichtbar gemacht und der Hasefriedhof als Ort kultureller Erinnerung neu erschlossen.
In der Ausstellung in der Alten Gärtnerei Kersten stellt Karin Maurer den Hasefriedhof sowie die neu- und wiederentdeckten Gräber vor.
Öffnungszeiten:
Eintritt frei
Alte Gärtnerei Kersten, Bramscher Straße 93–95
„Die Grüne-Finger-Bande“ von Olga Hopfauf
Zum Abschluss der Projektreihe im September richtet sich ein besonderes Angebot an Kinder:
Kricks! Kracks! Ein kleines Eisvogelküken schlüpft. Und verschwindet. Oh weh! Hat es sich im Wald verirrt? Braucht es Hilfe? Zum Glück lebt in der Natur Osnabrücks die Grüne-Finger-Bande. Sie kann rennen, klettern und fliegen. Gemeinsam macht sich die Bande auf die Suche nach dem verschwundenen Küken. Werden sie es retten? Und was sind eigentlich die Grünen Finger?
Das humorvolle Puppentheaterstück „Die Grüne-Finger-Bande“ richtet sich an Kinder ab dem Kindergartenalter und hat eine Spieldauer von etwa 30 Minuten. Der Eintritt ist frei.
Ergänzend stehen Begleitmaterialien zum Ausmalen und Ausschneiden zur Verfügung, die das Thema spielerisch vertiefen.
Spieltermine: Sonntag, 6. September, 15 Uhr, Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10; Samstag, September, 16 Uhr, Familientreff Süd, Schepelerstraße 1
Weitere Termine unter www.baumhopf.com/theater.html
„Green Dinner“ im Grünen Finger
Den abschließenden Höhepunkt bildet das „Green Dinner“ im Skulpturengarten. Der Verein ArtTruppPoly e. V. lädt zu einer langen, grün gestalteten Tafel für rund 50 Personen ein und schafft damit einen gemeinschaftlichen Abschluss des Projekts im öffentlichen Raum.
Das Motto lautet GRÜN: Vorspeisen und Desserts werden von den Veranstaltenden aus grünem Gemüse und Kräutern aus dem Garten zubereitet. Die Gäste bringen eigenständig grüne Hauptspeisen mit. Auch grüne Kleidung ist ausdrücklich erwünscht.
Parallel gestalten die Teilnehmenden ein Gemeinschaftskunstwerk aus 20 x 20 Zentimeter großen Bildern, die mit einer grünen Sand-Klebemischung gefertigt werden. Das fertige Werk wird im Anschluss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Termine:
Ort: Senator-Wagner-Weg, gegenüber der Gertrudenkirche
Anmeldung: info@arttrupppoly.de
Auch die Lange Nacht der Ateliers am 20. Juni sowie die Kulturnacht am Freitag und Samstag, 28. und 29. August, greifen das Thema „nature. culture. future.“ auf.
Die Stadt Osnabrück feiert im Jahr 2026 das 100-jährige Bestehen der „Grünen Finger“. Dieses einzigartige Freiraumsystem geht maßgeblich auf die Visionen von Stadtbaurat Senator Friedrich Lehmann zurück und prägt bis heute das Stadtbild.
Mit einer neuen Charta und darauf aufbauenden Handlungsfeldern stellt die Stadt nun die Weichen für den Schutz, den Erhalt und die Weiterentwicklung der „Grünen Finger“ – als Grundlage für eine klimaresiliente und nachhaltige Stadtentwicklung in den kommenden Jahrzehnten.
Weitere Informationen sind unter www.osnabrueck.de/gruene-finger erhältlich. Dort sind unter anderem auch die zahlreichen Projekte am Piesberg nachzulesen. Informationen zu den Veranstaltungen, Projekten und kulturellen Angeboten finden sich außerdem auf kultur-os.
Aktuelle Programmflyer und Broschüren liegen zudem im Projektbüro des Fachbereichs Kultur in der Marienstraße 5/6 in Osnabrück zur kostenlosen Mitnahme aus.
Pressekontakt: Silke Brickwedde | Telefonnummer 0541/ 323-2328 | E-Mail brickwedde@osnabrueck.de
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
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