Meldungsdatum: 22.06.2026
„Die gemeinsame Lektüre eines Buches schafft Begegnungen, fördert den Austausch und eröffnet neue Perspektiven auf Literatur und gesellschaftliche Themen“, betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Ich freue mich, wenn im kommenden Jahr wieder viele Hanauerinnen und Hanauer gemeinsam ein Buch lesen.“
Während des zehntägigen Lesefests sind zahlreiche Veranstaltungen rund um den Roman „Gelbe Monster“ geplant. Neben den bewährten Lesungen durch engagierte Bürgerinnen und Bürger sollen weitere an besonderen Orten stattfinden. Dabei wird versucht, Schauplätze und Themen des Buches aufzugreifen und Literatur an Orten erlebbar zu machen, die einen direkten Bezug zur Handlung oder Atmosphäre des Romans haben. Ergänzt wird das Programm durch weitere Formate, die unterschiedliche Zugänge zum Werk ermöglichen und zum Austausch über die im Buch behandelten Themen einladen.
Mit „Gelbe Monster“ wurde für das kommende Jahr ein Roman ausgewählt, der mit Humor und Tiefgang von Liebe, Erwartungen und emotionalen Abhängigkeiten erzählt und damit Themen aufgreift, die viele Menschen aus ihrem eigenen Leben kennen. Das bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche, Diskussionen und neue Blickwinkel.
„Hanau liest ein Buch“ hat sich seit 2005 als feste Größe im kulturellen Leben der Stadt etabliert. Zuletzt wurde 2024 gemeinsam der Familienroman „Dschinns“ von Fatma Aydemir gelesen. Normalerweise in einem zweijährigen Rhythmus stattfindend, ist das nächste Lesefest nun aber erst für 2027 geplant. Hintergrund: Die Jury, bestehend aus dem Buchladen am Freiheitsplatz, Bücher bei Dausien und dem Kulturforum Hanau, hatte einmütig entschieden, das Konzept weiterzuentwickeln, um die Sichtbarkeit und Reichweite deutlich zu erhöhen.
Die Vorbereitungen für das Lesefest laufen bereits auf Hochtouren. Wer selbst Teil von „Hanau liest ein Buch“ werden und eine Lesung veranstalten möchte, erhält in den kommenden Monaten Gelegenheit dazu. Ein öffentlicher Aufruf an interessierte Vorleserinnen und Vorleser wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Das Wichtigste zum Anlesen, dem Programm sowie zu den Beteiligungsmöglichkeiten wird rechtzeitig vor Beginn des Lesefests bekannt gegeben. Weitere Fragen zu der Veranstaltung können telefonisch unter 06181 2950 - 2245 oder per E-Mail an stadtbibliothek@hanau.de gestellt werden. Informationen sind auch auf der Webseite www.kulturforum-hanau.de zu finden.
Über das Buch
Die Mathematikstudentin Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn. Eben hat sie noch „schlechter Mensch“ gegoogelt, jetzt ist sie auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining für Frauen. Nur wenn sie daran teilnimmt, darf sie weiter bei ihrer besten Freundin Ella wohnen. In die eigene Wohnung kann sie nicht zurück. Doch mit den „Schwerverbrecherinnen“, die sie in der Gruppe anzutreffen vermutet, will Charlie nichts zu tun haben. Ist es denn ihre Schuld, dass ihr Exfreund Valentin sie immer wieder zur Weißglut trieb? Dabei hatte es gut angefangen: Mit ihm an der Seite fühlte sie sich endlich schön, als besserer Mensch. Bis es eskalierte. Erst im Austausch mit den anderen Frauen beginnt Charlie, sich ihrer eigenen Verantwortung zu stellen, die Geschichte neu zu erzählen. Mit Ellas Unterstützung kämpft sie sich aus der Spirale von Wut, Schmerz und Scham heraus.
Über die Autorin
Clara Leinemann, geboren 1994 in Köln, studierte Kreatives Schreiben in Hildesheim und schreibt Prosa-, Dramen- und Hörspieltexte. Ihr Theaterstück „Buddeln“ wurde mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Häusern in Deutschland und in Übersetzung in den Niederlanden gespielt. Für ihre Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien, darunter das Berliner Senatsstipendium und das Arbeitsstipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Arbeit. Sie lebt in Berlin.
Pressekontakt: E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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