Meldungsdatum: 22.06.2026
Die Stadt Hamm setzt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Stadtgesellschaft: Mit dem neuen Inklusionsplan 2026 liegt erstmals ein umfassendes, ressortübergreifendes Handlungskonzept vor, das die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen stärken soll. Der Plan bildet künftig die strategische Grundlage für die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen in Hamm.
Herter: Teilhabe noch stärker mitdenken
„Eine Stadt ist dann stark, wenn alle Menschen in ihr gut leben, mitmachen und ihre Möglichkeiten entfalten können. Mit dem Inklusionsplan schaffen wir einen verbindlichen Rahmen, um Barrieren abzubauen und Teilhabe stärker mitzudenken – in der Verwaltung, im öffentlichen Raum und im Alltag der Menschen“, sagt Oberbürgermeister Marc Herter: „Mittendrin statt außen vor – das ist unser Leitmotiv.“
Der Inklusionsplan orientiert sich an der UN-Behindertenrechtskonvention sowie den gesetzlichen Vorgaben auf Bundes- und Landesebene. Er bündelt konkrete Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten in neun zentralen Handlungsfeldern: Familie und soziales Netz, Bildung und Ausbildung, Arbeit und materielle Lebenssituation, Wohnen, öffentlicher Raum und Mobilität, Gesundheit und Gesundheitsvorsorge, Selbstbestimmung und Schutz der Person, Freizeit, Kultur und Sport, politische und zivilgesellschaftliche Partizipation sowie inklusive Verwaltung.
Breit angelegter Beteiligungsprozess
Entstanden ist der Plan in einem breit angelegten Beteiligungsprozess. Menschen mit Behinderungen, Interessenvertretungen, Fachstellen, Organisationen und Mitarbeitende der Stadtverwaltung brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen ein. Nach einer Auftaktveranstaltung mit mehr als 100 Beteiligten folgten Workshops zu den einzelnen Handlungsfeldern sowie eine intensive Abstimmung innerhalb der Verwaltung.
„Inklusion gelingt nur gemeinsam. Besonders wichtig war uns, die Erfahrungen und Bedarfe von Menschen mit Behinderungen direkt einzubeziehen. Der Inklusionsplan ist deshalb kein Papier für die Schublade, sondern ein Arbeitsprogramm, das weiterentwickelt und mit Leben gefüllt werden muss“, betont Sema Olukcu Alpagut, Inklusionsbeauftragte der Stadt Hamm.
Ein Schwerpunkt: Die inklusive Verwaltung
Ein Schwerpunkt liegt auf einer inklusiven Verwaltung. Dazu gehören unter anderem mehr Barrierefreiheit bei Informationen und Angeboten, die stärkere Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen in städtischen Prozessen sowie die Sensibilisierung von Mitarbeitenden. Auch digitale Angebote, Gebäude und Dienstleistungen sollen schrittweise zugänglicher werden.
Darüber hinaus nimmt der Plan viele weitere Lebensbereiche in den Blick: von besseren Zugängen zu Bildung und Arbeit über barrierearmes Wohnen und Mobilität bis hin zu Freizeitangeboten, politischer Beteiligung und Unterstützung von Familien.
Der Inklusionsplan ist als dynamisches Instrument angelegt. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt schrittweise und wird gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren weiterentwickelt. Über den Fortschritt soll regelmäßig berichtet werden.
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