Nr. 197 Kreis Steinfurt, 23. Juni 2026

Baustelle K 76n besichtigt: Erster von insgesamt drei Bauabschnitten fertiggestellt

Flughilfen für Fledermäuse und neuer Lebensraum für den Feldsperling

Kreis Steinfurt/Steinfurt. Auf großes Interesse stieß eine vom Kreis Steinfurt anberaumte Baustellenbesichtigung am vergangenen Donnerstag. Landrat Dr. Martin Sommer informierte zusammen mit Mitarbeitern aus dem Bau- und Umweltdezernat des Kreises Steinfurt über den aktuellen Stand zum Neubau der K 76n im Gewerbegebiet Sonnenschein im Steinfurter Stadtteil Burgsteinfurt. Diese westliche Entlastungsstraße wird die Leerer Straße mit der Ochtruper Straße (L 510) verbinden. Darüber hinaus wird der Technologie-Campus Steinfurt der FH Münster verkehrsgerecht an das überörtliche Straßennetz angebunden.

„Erst vor fast genau einem Jahr hat uns Ministerin Ina Brandes besucht und während einer Feierstunde den Förderbescheid in Höhe von 10,8 Millionen Euro für diese sehr wichtige Anbindung überreicht. Nicht nur der Besuch der Ministerin, sondern auch Regierungspräsident Andreas Bothe untermauerte damals mit seiner Anwesenheit, welche große Bedeutung diese Infrastrukturmaßnahme für den Kreis Steinfurt und die gesamte Region darstellt“, betonte der Landrat in seiner Begrüßung.

Steinfurts Bürgermeister Christian Franke, Peter Beidenhauser von der Bezirksregierung Münster als Fördergeber, der Präsident der FH Münster, Prof. Dr. Frank Dellmann und viele weitere Gäste überzeugten sich vom Baufortschritt dieser Infrastrukturmaßnahme, die nicht nur für den Kreis Steinfurt, sondern für die gesamten Region eine große Bedeutung darstellt.

Bei dem fertiggestellten ersten von insgesamt drei Bauabschnitten stand vor allem der Anschluss der Triangel sowie die Herstellung der vorgezogenen Artenschutzmaßnahmen im Fokus. Für rund zwei Millionen Euro wurden

Fledermausüberflughilfen errichtet, ein Ersatzlebensraum für den Feldsperling angelegt, ein artenreiches Extensivgrünland als Nahrungslebensraum entwickelt und Gehölze für den Waldkauz gepflanzt. Des Weiteren wurden Höhlenkästen angebracht. Im Zuge des 1. Bauabschnittes war auch erforderlich, die Triangel-Veloroute und den Privatweg eines Anliegers zu verlegen.

Das Straßenbauamt des Kreises Steinfurt befindet sich derzeit in der Bauvorbereitung für den für 2027 vorgesehenen 2. Bauabschnitt, der den Ausbau der gesamte Dieselstraße beinhaltet. Die Neubaustrecke als 3. BA soll dann in 2028 folgen. 

Wenn das Projekt K 76n vollständig realisiert worden ist, verfügt die Kreisstadt Steinfurt über eine direkte Anbindung der Fachhochschule an das überörtliche Straßennetz und über eine zweipolige Erschließung des Standortes. Darüber hinaus werden der innere Ring im Stadtteil Burgsteinfurt und sensible Wohnbereichsstraßen rund um den Steinfurter Campus der FH Münster entlastet sowie das Gewerbegebiet Sonnenschein nach Süden an das klassifizierte Straßennetz angeschlossen. Die Gesamtkosten dieser Straßenbaumaßnahme betragen bei Aktualisierung des Förderantrags und beim Stand Anfang des Jahres rund 15,4 Millionen Euro.


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Verlegung der Triangel-Veloroute freigegeben

©  Kreis Steinfurt/Matthias Lehmkuhl
Verlegung der Triangel-Veloroute freigegeben

Während der Baustellenbesichtigung des fertiggestellten 1. Bauabschnitts der westlichen Entlastungsstraße und Anbindung des Technologiecampus Steinfurt der FH Münster K 76n wurde die wegen der Fledermausflugstrecken notwendige Verlegung der Triangel-Veloroute offiziell freigegeben. Darüber und über den Bau der Gabionen mit Zaunanlage (im Hintergrund) freuten sich unter anderem Landrat Dr. Martin Sommer (M.), Steinfurts Bürgermeister Christian Franke (3. v. l.), Peter Beidenhauser von der Bezirksregierung Münster als Fördergeber (2. v. l.) , und der Präsident der FH Münster, Prof. Dr. Frank Dellmann (4. v. r.).