Meldungsdatum: 26.06.2026
Die Weichen für die Zukunft der Städtischen Bühnen Osnabrück werden gestellt. Als Schlüsselprojekt für die dringend notwendige Sanierung des Theaters am Domhof liegt nun eine umfassende Machbarkeitsstudie für ein neues Probenzentrum inklusive Kostümwerkstatt vor. Im Fokus steht die Umnutzung der Herz-Jesu-Kirche am Herrenteichswall. Die Studie dient den Ausschüssen als detaillierte Entscheidungsgrundlage für die weiteren Planungsschritte.
Für die notwendige Generalsanierung Theater am Domhof, wird ein neues Probenzentrum mit Kostümwerkstätten benötigt. Die Stadt Osnabrück prüft daher gemeinsam mit den Städtischen Bühnen neue Standortkonzepte.
Die Machbarkeitsstudie liefert eine fundierte Abwägung hinsichtlich Raumbedarf, Kosten, Baurecht, Technik und Logistik. Untersucht wurden das geschichtsträchtige Areal der Herz-Jesu-Kirche sowie die Standort-Alternative „Limberg“.
Der Rat hatte einen Planungsauftrag am Limberg beschlossen, diese Planungen pausierten mit Beginn der Machbarkeitsstudie Herz-Jesu-Kirche. Auf Basis der Ergebnisse empfiehlt die Verwaltung in Abstimmung mit dem Theater, das Projekt an der Herz-Jesu-Kirche weiterzuverfolgen.
„Ein neues Probenzentrum am Herrenteichswall ist eine große Chance für die Innenstadt“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. „Gleichzeitig ist es ein Schritt für die Zukunft des Theaters. Die Sanierung geht nur abschnittsweise und ein Probenzentrum an der Herz-Jesu-Kirche wäre ein große Meilenstein.“
Herz-Jesu-Kirche: Kultureller Mehrwert und städtebauliche Strahlkraft
Der Standort Herz-Jesu-Kirche überzeugt durch seine zentrale Innenstadtlage, die hervorragende ÖPNV-Anbindung und die fußläufige Nähe zum Stammhaus am Domhof. Das rund 4.580 Quadratmeter große, denkmalgeschützte Areal bietet die Chance, nach der sakralen Nutzung einen Ort zu schaffen, der sich der Stadtgesellschaft öffnet. Neben optimalen Probenbedingungen für das Ensemble entsteht dort auch eine kleine zusätzliche Spielstätte mitten in der Innenstadt. Stadtbaurat Thimo Weitemeier: „Die Mehrfachnutzung in der Innenstadt macht dieses Projekt so attraktiv.“
Die Studie verschweigt jedoch nicht die baulichen und logistischen Herausforderungen:
Kostenprognose und starke Förderperspektiven
Die Kostenprognose beziffert die Nettobau- und Nebenkosten für das Kernprojekt an der Herz-Jesu-Kirche auf rund 36,9 Millionen Euro. Für optionale Zusatzbausteine (u. a. Fassaden- und Dachsanierung sowie eine Erweiterung des Untergeschosses) werden weitere rund 3,04 Millionen Euro veranschlagt. Eine entsprechende Risikoreserve für die historische Bausubstanz ist eingepreist.
Obwohl die Finanzierung temporär noch offen ist, stehen die Chancen auf Zuschüsse aus Töpfen der städtebaulichen Entwicklung, Sicherung der zentralen Versorgungssicherheit, des Denkmalschutzes, der Kultur und der energetischen Sanierung sehr gut. Erste feste Förderzusagen werden ab 2028 erwartet. Verlagerungskosten für die Kita sind in dieser ersten Kernkalkulation nicht enthalten.
Pressekontakt: Silke Brickwedde | Telefonnummer 0541/ 323-2328 | E-Mail brickwedde@osnabrueck.de
So könnte die Probebühne des Probenzentrums in der Herz-Jesu-Kirche aussehen. KI-generierte Ansicht.
Presse-Präsentation Zukunft des Osnabrücker Theaters: Machbarkeitsstudie für neues Probenzentrum an der Herz-Jesu-Kirche liegt vor
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