Meldungsdatum: 30.06.2026

Morgen, 1. Juli: Der Fritz-Bauer-Audiowalk hat Premiere

Start mit dem Regisseur um 11 Uhr an der Gedenkplastik

Zum morgigen 1. Juli, dem 58. Todestag von Fritz Bauer (1903 bis 1968), wird der neu gestaltete Fritz-Bauer-Platz in Braunschweig um eine weitere Komponente des Gedenkens an den Ausnahmejuristen erweitert. Der Platz wird Startpunkt für einen Hörspaziergang auf den Spuren des Mannes, der Generalstaatsanwalt in Braunschweig war und sich zeitlebens für eine aktive juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen einsetzte.

 

Der einstündige Spaziergang für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger beginnt am Mittwoch, 1. Juli, um 11 Uhr, an der Gedenkplastik, Fritz-Bauer-Platz 1, auf der Rückseite des Oberlandesgerichts.  Regisseur und Projektleiter Christian Weiß nimmt an der Premiere teil.

 

Der Audiowalk mit dem Titel „Deutsches Haus“ wurde durch das Theaterkollektiv xweiss unter Leitung von Christian Weiß erarbeitet und von der Stadt Braunschweig gefördert. Titelgebend ist das Hotel gegenüber, welches seit 1896 existiert. Der Weg führt vorbei am Antiquariat über den Burgplatz hin zum Landgericht mit der „Justitia“ von Bodo Kampmann, die dieser im Auftrag Fritz Bauers schuf.

 

Es ist jederzeit möglich, dem Klangschauspiel eigenständig zu folgen; benötigt werden lediglich ein Handy und ein Kopfhörer. Der QR-Code befindet sich auf einem Schild neben der Fritz-Bauer-Gedenkplastik von Daniel Wolff, welche im vergangenen Jahr aufgestellt wurde, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig, des Oberlandesgerichts Braunschweig sowie der Kienemann Baugesellschaft und Frau Angelika Grasemann.

 

Der Audio-Walk ist weniger eine herkömmliche Führung mit biografischen und stadtgeschichtlichen Informationen, sondern als künstlerisches Projekt konzipiert mit dem Ziel, Fritz Bauer und seiner Arbeit in Braunschweig auf neue Art und unvoreingenommen zu begegnen - im Gehen, im Hören, im Denken.