Meldungsdatum: 09.07.2026
Zum 1. August startet an der Haldenwang-Schule in Dorsten ein zukunftsweisendes Pilotprojekt: Der Kreis Recklinghausen, die Haldenwang-Schule und der AWO-Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen haben eine Kooperationsvereinbarung zum Einsatz systemischer Schulassistenzen geschlossen. Ziel ist es, Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf noch besser im Schulalltag zu begleiten und gleichzeitig die gesamte Schulgemeinschaft zu stärken.
Die systemischen Schulassistenzen unterstützen Schülerinnen und Schüler direkt im Unterricht sowie im gesamten schulischen Alltag. Dabei steht nicht die klassische Einzelbegleitung im Mittelpunkt, sondern ein flexibler und gemeinschaftlicher Ansatz: Die Schulassistenzen begleiten Kinder bedarfsgerecht im Klassenverband, in Kleingruppen oder in individuellen Situationen – immer in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Lehrkräften der Schule.
Insgesamt werden ab dem kommenden Schuljahr 38 Mitarbeitende der AWO als Schulassistenzen im Rahmen des neuen Projektes an der Förderschule tätig sein. Die Pilotphase ist zunächst für zwei Schuljahre angelegt und wurde im Rahmen eines Vergabeverfahrens ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, die bereits seit vielen Jahren eng mit der Schule kooperiert.
Weniger Bürokratie für alle Beteiligten
Ein großer Vorteil liegt für Patrick Hundt, Fachdezernent Soziales und Gesundheit beim Kreis Recklinghausen, auch im Abbau von Bürokratie. „Wir konzentrieren nicht nur die Ansprechpartner für Schule und Träger, sondern machen es auch für die Kinder und Familien einfacher, die bislang mit einer Einzelunterstützung begleitet wurden. Anträge und bürokratische Verfahren fallen mit der systemischen Schulassistenz weg.“
Außerdem profitieren von dem System auch die Kinder, die bislang keine Unterstützung erfahren haben.
„Mit diesem Projekt schaffen wir dort eine zielgerichtete Unterstützung, wo sie im Schulalltag besonders gebraucht wird“, ergänzt Miriam Maiburg, Bereichsleitung der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Kindern mehr Teilhabe, mehr Selbstständigkeit und bessere Lernbedingungen zu ermöglichen.“
Aufgaben der Schulassistenzen
Die Aufgaben der Schulassistenzen reichen von lernbegleitender Unterstützung über Hilfe in sozialen Situationen bis hin zur Begleitung in Pausen, bei Ausflügen oder im Schwimmunterricht. Gleichzeitig sollen sie zur Verbesserung des sozialen Klimas in den Klassen beitragen, etwa durch Unterstützung bei der Emotionsregulation, der Konfliktprävention und der Förderung sozialer Kontakte.
AWO sucht weitere Schulassistenzen und BufDis
Der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen bringt langjährige Erfahrung in der schulischen Unterstützung und Jugendhilfe mit. Übrigens sind noch wenige Stellen als Schulbegleiter frei sowie drei Plätze für den Bundesfreiwilligendienst (BfD). Weitere Informationen dazu gibt es online unter www.awo-jobs.de. Für Rückfragen steht Ingeborg Greiling als Koordinatorin der AWO zur Verfügung, per Mail an i.greiling@awo-msl-re.de.
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
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