Meldungsdatum: 11.07.2026
In den frühen Morgenstunden ist es auf dem Gelände des Westfleisch Fleischcenters Hamm zu einem Brand gekommen. Gegen 1 Uhr entdeckte der diensthabende Pförtner ein Feuer auf den Überwachungskameras des betroffenen Bereichs des Betriebsgeländes. Die Feuerwehr wurde unmittelbar darauf verständigt.
Bei dem Brand wurden eine Zugmaschine sowie fünf Kühl-Sattelauflieger vollständig zerstört. Ein weiterer Kühlauflieger wurde teilweise beschädigt. Die betroffenen Auflieger waren zum Teil bereits mit kommissionierter Ware beladen, teilweise waren sie leer.
Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Personen kamen bei dem Ereignis nicht zu Schaden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 500.000 Euro.
Die Feuerwehr konnte den Brand zügig unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Bereiche des Betriebsgeländes verhindern. Neben Feuerwehr und Polizei waren auch das Technische Hilfswerk (THW), die untere Wasserbehörde sowie das Umweltamt in die Bewältigung des Einsatzes eingebunden.
Das beim Löscheinsatz angefallene Löschwasser wurde vollständig über eine unterirdische Auffangvorrichtung aufgenommen und gelangte nicht in das angrenzende Regenrückhaltebecken oder in die Umwelt. Es wurde bereits durch eine Fachfirma abgepumpt und wird ordnungsgemäß abtransportiert.
Verbrannte Fleischreste wurden durch eine Fachfirma vom Brandort entfernt und fachgerecht entsorgt, um zu verhindern, dass Wildtiere oder Vögel diese verschleppen. Auch das Fleischhygieneamt der Stadt Hamm wurde in dem Zuge informiert.
Nach übereinstimmender Einschätzung der beteiligten Behörden hat das Brandereignis nur zu geringen Umweltbelastungen geführt. Von der Rauchfahne ging nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Bei den auf Anrainergrundstücken und in einem Bereich südlich des Datteln-Hamm-Kanals zum Teil niedergegangenen Partikeln handelte es sich um Material aus der Isolierung der Kühlauflieger.
Betroffen ist vor allem ein Areal zwischen der Frielinghauser Straße, dem Saalkampweg und der Bundesautobahn 2. Das Umweltamt der Stadt Hamm hat den entsprechenden Bereich am Samstagvormittag vorläufig untersucht. In Privatgärten konnten die Partikel bereits weitgehend eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden. Westfleisch steht weiter im engen Austausch mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie benachbarten Unternehmen.
Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Brandrückstände im öffentlichen Raum nicht eigenständig aufzusammeln. Funde können direkt an Westfleisch gemeldet werden. Dafür sowie für Fragen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie interessierter Bürgerinnen und Bürgern hat Westfleisch eine Hotline eingerichtet.
Diese ist unter 02388 – 306 – 4323 zu folgenden Zeiten erreichbar:
Heute, Samstag, 11.7. - bis 20.00.
Morgen, Sonntag 12.7. – 8.00 bis 20.00.
Ein Sachverständigenbüro wird die gemeldeten Fundstellen bewerten und die fachgerechte Reinigung koordinieren.
Die Ursache des Brandes ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei ermittelt ergebnisoffen in alle Richtungen.
Westfleisch bedankt sich ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihren engagierten und professionellen Einsatz. Standortleiter Marc Dreseler erklärt:
„Alle Einsatzkräfte haben schnell, effizient und gut abgestimmt einen tollen Job gemacht. Es ist ein gutes Gefühl, sich in einer solchen Ausnahmesituation auf Profis verlassen zu können. Dafür möchten wir uns bei allen Beteiligten ausdrücklich bedanken.“
Eine Beeinträchtigung der Produktion am Standort ist infolge des Brandereignisses nicht zu erwarten. Die logistischen Auswirkungen beschränken sich auf die unmittelbar betroffenen Fahrzeuge und können durch interne Maßnahmen vollständig kompensiert werden. Die Lieferfähigkeit des Unternehmens ist dadurch nicht beeinträchtigt.
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