Meldungsdatum: 15.07.2026

Zwei Jahre Markenprozess: Verwaltung und MGMG informieren Rat über das Markenprofil

Nach zwei Jahren Analyse, Beteiligung und Konzeptentwicklung liegt das neue Markenprofil der Stadt Mönchengladbach vor. Der Rat hat sich in seiner Sitzung am 15. Juli über den aktuellen Sachstand und die bisherigen Ergebnisse des Markenentwicklungsprozesses informiert. Ziel ist es, die Stärken Mönchengladbachs künftig klarer herauszustellen und den Standort mit einer einheitlichen Markenstrategie und einem gemeinsamen Erscheinungsbild zu positionieren.

„Mönchengladbach hat viele Stärken. Mit dem Markenprozess haben wir sie gemeinsam herausgearbeitet und in ein klares Profil übersetzt. Dieses Profil gibt uns künftig Orientierung – für unsere Kommunikation, für das Stadtmarketing und für die Positionierung unserer Stadt nach außen“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Der Markenentwicklungsprozess wurde Mitte 2024 auf Grundlage eines politischen Beschlusses vom Dezember 2023 von der Stadt Mönchengladbach und der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach (MGMG) gestartet. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerb zwischen Städten um Fachkräfte, Unternehmen, Investitionen sowie neue Einwohnerinnen und Einwohner. Ein gemeinsames Markenprofil soll dazu beitragen, die Besonderheiten Mönchengladbachs sichtbar zu machen und die Stadt nach außen einheitlich zu präsentieren.

Zur professionellen Unterstützung hatte die Stadt im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung die Hamburger Markenagentur Stadtmanufaktur an Bord geholt, die gemeinsam mit der Brandmeyer Markenberatung und deteringdesign den Zuschlag in der Vergabe erhalten hat. Von Beginn an setzte das Projekt auf eine breite Beteiligung der Stadtgesellschaft. Rund 100 Menschen brachten ihre Perspektiven in Workshops, Interviews und Gesprächen ein. Hinzu kamen Beteiligungsaktionen bei verschiedenen Stadtfesten. Den Abschluss der Analyse bildete Anfang 2025 eine umfangreiche Online-Befragung, an der sich 3.236 Menschen beteiligten. Rund zehn Prozent der Teilnehmenden kamen aus dem Umland und brachten damit auch die Außenwahrnehmung der Stadt in den Prozess ein, der seit dem Start auch vom Aufsichtsrat der MGMG begleitet wurde.

„Eine Stadtmarke kann nur dann glaubwürdig sein, wenn sie aus der Stadt selbst heraus entsteht. Die große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aber auch der Mönchengladbacher Unternehmen hat gezeigt, wie stark das Interesse ist, die Zukunft Mönchengladbachs aktiv mitzugestalten. Genau diese Perspektiven waren die Grundlage für das Markenprofil“, sagt Friedhelm Lange, Geschäftsführer der WFMG und der MGMG.

Auf Grundlage der Analysen und Beteiligungsformate wurden vier Stärkenfelder definiert, die künftig den Kern der Stadtmarke bilden:

„Diese Stärkenfelder sind keine Werbebotschaften. Sie beschreiben die Identität Mönchengladbachs und bilden künftig den strategischen Orientierungsrahmen für die Kommunikation, das Stadtmarketing und die Standortprofilierung“, so Lange weiter.

Auf dieser Grundlage wurde als ein Baustein auch ein neues Corporate Design entwickelt: Ziel ist ein einheitlicher und gut wiedererkennbarer Auftritt der Stadtverwaltung und ihrer Beteiligungsgesellschaften. Das neue Erscheinungsbild stärkt die Wahrnehmung der Stadt als eine Organisation – bei aller Vielfalt der Aufgaben und Angebote.

Zentrales Element des neuen Erscheinungsbildes ist ein modernisiertes Wappen-Signet, das künftig als einheitlicher Absender auf allen Kommunikationsmitteln der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt wird und das bisher genutzte „Wischer-Logo“ ersetzt. Das traditionelle Stadtwappen dient weiterhin als offizielles Hoheitszeichen der Stadt – zum Beispiel im offiziellen Schriftverkehr der Stadtverwaltung.

Neben dem Logo werden auch Farben, Schrift und Gestaltungselemente vereinheitlicht. Dies sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Die Umstellung auf das neue Erscheinungsbild erfolgt seit Juni schrittweise.

Der gesamte über zwei Jahre dauernde Markenprozess hat rund 140.000 Euro gekostet. Für die praktische Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes hat die Stadtverwaltung Leistungen in Höhe von rund 4.600 Euro beauftragt.