Meldungsdatum: 20.07.2026
Bei den diesjährigen Festspielen passe wieder einmal alles, so Marjan, die eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands ist und sich seit 2017 als „Hanauer Märchenbotschafterin“ für die Brüder-Grimm-Stadt und insbesondere für die Festspiele engagiert. Beindruckend seien die schauspielerischen Leistungen ebenso wie die Bücher und die Inszenierungen, so Marjan. Dass Masken und Kostüme in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu Recht ausgezeichnet wurden, bestätige sich auch in diesem Jahr erneut. Wunderschön sei zudem das Bühnenbild, das sich wieder durch große Kreativität und beeindruckende Wandlungsfähigkeit auszeichne.
Einzelne Elemente hervorzuheben, falle ihr nicht leicht, erklärte die Märchenbotschafterin. Im Gedächtnis würden sicherlich Gesang und Musik beim „Tischlein deck Dich“, die turbulente Choreographie bei „Schneewittchen“, die farbige Ausgestaltung bei „Des Kaisers neue Kleider“ und die berührende Tiefe bei „Amadeus“ bleiben. Und es blieben die herausragenden schauspielerischen Leistungen, die sich nicht nur in den perfekt besetzten Hauptrollen zeigen. „Man merkt dem gesamten Ensemble die unglaubliche Spielfreude an,“ so Marjan, „eine Freude, die sich auf die Zuschauer überträgt und alle glücklich nach Hause gehen lässt“.
Immer wieder faszinierend sei, was die Autoren aus den Grundtexten von Hanaus berühmten Söhnen machen. Sie habe jetzt zum zweiten Mal eine „Schneewittchen“-Interpretation gesehen. „Beide waren völlig unterschiedlich, aber beide großartig“, so die Schauspielerin. Die Idee, die Grimm’schen Märchen immer wieder neu zu interpretieren und so stets Uraufführungen auf die Bühne zu bringen, sei zum Markenkern der Festspiele geworden und mache sie einzigartig.
Natürlich nutzte Marjan den Besuch auch für Gespräche unter Kollegen. Intendant Frank-Lorenz Engel konnte ihr dabei unter anderem berichten, vor welch finanzielle Herausforderung die wegen der Hitzewelle abgesagten Aufführungen die Festspiele stellen. Und mit verschiedenen Schauspielerinnen und Schauspielern konnte sie Erfahrungen austauschen, die man auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ macht. Immerhin hat Marie-Luise Marjan bevor sie als „Mutter Beimer“ in der „Lindenstraße“ zur TV-Legende wurde, an vielen großen deutschsprachigen Theatern sowie in diversen Filmen gespielt. Und dabei mit so berühmten Regisseuren wie Peter Zadek, Jürgen Flimm, Rainer Werner Fassbinder oder der heutigen Hollywood-Legende Jürgen Petersen gearbeitet. Zudem engagiert sie sich seit Jahrzehnten in Kinderhilfswerken wie Unicef und Plan International.
Ihr Fazit der diesjährigen Festspiele ist jedenfalls eindeutig. „Einfach großartig und ein märchenhaftes Erlebnis“. Wer noch nicht alle Inszenierungen gesehen habe, sollte unbedingt eine der nächsten Aufführungen nutzen, bevor die Festspiele am 31. Juli enden, empfiehlt die Schauspielerin. Die Inszenierungen würden auch in diesem Jahr den Satz unterstreichen, den sie zu Beginn ihrer Tätigkeit als Märchenbotschafterin geprägt habe, nachdem uns die Märchen Werte vermitteln und die Hoffnung geben, dass am Ende das Gute siegt. „Und das brauchen wir in der heutigen Zeit mehr denn je“, so Marie-Luise Marjan abschließend.
Pressekontakt: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
Sämtliche Texte können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Stadt Hanau" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.