Meldungsdatum: 22.07.2026

Schulterblick bei Rheydt inklusiv: Gemeinsam Barrieren abbauen und Zukunft gestalten

Mehr als 100 Menschen engagieren sich für einen inklusiven Sozialraum in Mönchengladbach

Bei der Veranstaltung Schulterblick haben die Beteiligten des Netzwerks Rheydt inklusiv jetzt die Ergebnisse des vergangenen Projektjahres vorgestellt und über die weitere Entwicklung gesprochen. An dem Austausch zum Kooperationsprojekt der Stadt Mönchengladbach und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Aktion Mensch und der Stadt Mönchengladbach teil. Auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs gehörte zu den Teilnehmenden. 

Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Netzwerks und seine Wirkung im Sozialraum. Bei Rheydt inklusiv arbeiten inzwischen mehr als 100 Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven gleichberechtigt zusammen. Dazu gehören Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter, Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlich Engagierte, Vereine und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auch Beschäftigte der Stadtverwaltung und weitere Organisationen bringen sich ein. Die unterschiedlichen Perspektiven stärken das Netzwerk. Die Beteiligten lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Lösungen für mehr Teilhabe.

Aus Ideen werden konkrete Angebote

In den Arbeitsgruppen entstehen Projekte, die Barrieren im Alltag abbauen. Dazu gehören Angebote für mehr digitale Barrierefreiheit und leicht zugängliche Sprachkurse. Weitere Themen sind Freizeitassistenz und barrierefreie Freizeitangebote. Ein Projekt unterstützt beispielsweise Erwachsene, die Fahrradfahren lernen möchten.

Die Wirkung reicht über die einzelnen Arbeitsgruppen hinaus. Die Beteiligten tragen ihre Erfahrungen und Ideen in Vereine, Einrichtungen, Organisationen und die Stadtverwaltung. So entstehen neue Kooperationen. Bestehende Angebote werden weiterentwickelt und Barrieren schrittweise abgebaut. Dadurch verändert das Netzwerk auch die Zusammenarbeit vor Ort. Immer mehr Beteiligte berücksichtigen Inklusion von Beginn an.

Wirkung reicht über Rheydt hinaus

Beim Schulterblick zeigten die Beteiligten, was das Netzwerk bereits erreicht hat. Viele einzelne Veränderungen greifen inzwischen ineinander. Die Erfahrungen aus dem Projekt geben auch Impulse für andere Teile Mönchengladbachs.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Landesministeriums und der Aktion Mensch würdigten die Entwicklung des Projektes. Sie dankten den Beteiligten für ihr Engagement. Oberbürgermeister Felix Heinrichs betonte ebenfalls die Bedeutung des Netzwerks für mehr Teilhabe in Mönchengladbach.

Die Netzwerkkoordinatorinnen Adele Hoff und Sinead Kleikamp erklärten, der Schulterblick habe die Wirkung der gemeinsamen Arbeit deutlich gemacht. Nach ihrer Einschätzung übernehmen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsam Verantwortung. Dadurch entstehen nicht nur neue Projekte. Auch Strukturen, Angebote und die Zusammenarbeit vor Ort verändern sich. Die Koordinatorinnen dankten den Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ihr Dank galt auch dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Aktion Mensch als Förderern des Projektes.

Im kommenden Projektjahr will Rheydt inklusiv bestehende Kooperationen weiter stärken, neue Ideen entwickeln und weitere Barrieren abbauen. Ziel bleibt ein Sozialraum, in dem Teilhabe für alle selbstverständlich ist.