Meldungsdatum: 23.07.2026
Bereits in ihrer zweiten Sitzung hat die von der Stadt eingesetzte Arbeitsgruppe „Vapefreie Schulumgebung“ den Knopf dran gemacht: Das Konzept gegen den zunehmenden Konsum von E-Zigaretten im schulischen Umfeld steht. Es soll ab dem neuen Schuljahr an den weiterführenden Schulen in Trägerschaft der Stadt umgesetzt werden.
Ausgangspunkt der Initiative waren Hinweise und Beschwerden aus der Elternschaft, vor allem aus dem Umfeld der Comenius-Realschule, die auf eine starke Zunahme des Vape-Konsums hindeuten. Der Gemeinderat hatte sich im März mit der Problematik ausführlich befasst und war dem Vorschlag der Verwaltung, Gegenstrategien in einer Arbeitsgruppe zu entwickeln, einstimmig gefolgt. In der breit angelegten Arbeitsgruppe sind Schulen, Eltern- und Schülerschaft ebenso vertreten wie Polizei, Jugendhilfe, Suchtberatung, Gemeinderatsfraktionen und weitere Akteurinnen und Akteure.
Nach der Auftaktsitzung im Mai waren die vorgeschlagenen Maßnahmen in kleinerem Kreis weiter ausgearbeitet worden. Jetzt wurden sie der „großen Runde“ unter Leitung von Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez vorgestellt. Dank der guten Vorarbeit herrschte schnell Zustimmung und Einigkeit: Das Konzept „Vapefreie Schulumgebung“ geht ab dem neuen Schuljahr in die Umsetzung.
Es besteht aus mehreren Elementen, die auf Aufklärung und Prävention zielen. Im Rahmen einer Kampagne werden dazu Plakate und Sticker eingesetzt. Kernelement des Konzepts ist eine „Wertheimer Erklärung“, mit deren Unterzeichnung sich alle am Schulleben Beteiligten zur „Vapefreien Schulumgebung“ verpflichten. Das heißt konkret: kein Konsum von Vapes auf dem Schulgelände, auf dem Schulweg und an Orten, an denen sich Schülerinnen und Schüler regelmäßig treffen, also zum Beispiel an Bushaltestellen in Schulnähe.
Dafür übernehmen alle Verantwortung: Eltern sprechen mit ihren Kindern und klären sie über Risiken auf. Schulen und Lehrkräfte informieren und schaffen klare Regeln. Stadt und Behörden sorgen für gute Rahmenbedingungen und kontrollieren bestehende Vorschriften. Beratungsstellen und Schulsozialarbeit bieten Unterstützung an. Und Schülerinnen und Schüler achten auf sich und andere. „Gemeinsam schaffen wir ein Umfeld, das schützt und stärkt“, fasste Fachbereichsleiterin Ina Nolte die Intention zusammen.
Als sichtbares Zeichen wird es ein Siegel „Vapefreie Schule“ geben, das Schulen verliehen wird, in denen 70 Prozent der Schülerschaft, 70 Prozent der Lehrkräfte sowie die Schulkonferenz der Selbstverpflichtung zugestimmt haben.
Die weiteren Umsetzungsschritte folgen ab Beginn des neuen Schuljahres. Dazu zählen die Gestaltung des Logos „Vapefreie Schulumgebung“, die Beratung des Konzepts in den Schulgremien, die Abfrage bei den Schülerinnen und Schülern sowie eine schriftliche Information an alle Eltern. Bis Ende des ersten Schulhalbjahres, so die Einschätzung, wird es erste Ergebnisse geben. Dann wird die Arbeitsgruppe erneut einberufen.
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