Meldungsdatum: 30.07.2026
Sie bleibt dauerhaft als Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus im Ruhrgebiet erhalten.
Eine Gartenschau, die das gesamte Ruhrgebiet verbindet
Der IGA-Radweg ist ein zentraler Baustein des Mobilitätskonzepts der IGA 2027 und macht die Idee einer regionalen Gartenschau erstmals auch zwischen ihren Ausstellungsorten unmittelbar erlebbar. Besucherinnen und Besucher können die Zukunftsgärten nicht nur einzeln entdecken, sondern auf einer zusammenhängenden Route miteinander verbinden. Gleichzeitig zeigt das Gemeinschaftsprojekt beispielhaft, wie nachhaltige Mobilität, Tourismus und Freizeitangebote im Ruhrgebiet intelligent zusammengedacht werden können.
Auf rund 100 Kilometern verbindet der IGA-Radweg die Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen, dem Zukunftsgarten im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park (Castrop-Rauxel/Recklinghausen), Dortmund und Lünen. Dabei führt die Strecke durch insgesamt zehn Städte: Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Dortmund und Lünen. Die Route kann in beide Richtungen befahren und flexibel in einzelne Tagesetappen aufgeteilt werden.
Industriekultur, Flusslandschaften und Parks auf einer Route
Entlang der Strecke erleben Radfahrende die ganze Vielfalt des Ruhrgebiets. Industriekultur, renaturierte Flusslandschaften, urbane Parks, Haldenlandschaften und moderne Freizeitangebote wechseln sich auf einzigartige Weise ab. Zu den touristischen Höhepunkten zählen unter anderem die Zeche Zollverein, der Duisburger Innenhafen, die MüGa (Mülheimer Gartenschau), die Styrumer Ruhrauen, die ZOOM Erlebniswelt, der Revierpark Nienhausen, der Fredenbaumpark, die Halde Hoheward sowie zahlreiche weitere Ziele entlang von Ruhr, Emscher, Rhein-Herne-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal. So verbindet der IGA-Radweg Natur, Stadtentwicklung, Industriekultur und Freizeit zu einem touristischen Gesamterlebnis.
Bestehende Wege intelligent vernetzt
Dabei setzt das Projekt bewusst auf Nachhaltigkeit. Der IGA-Radweg nutzt überwiegend bereits bestehende hochwertige Radwegeverbindungen wie den RuhrtalRadweg, die Rheinische Bahn, den Nordsternweg und den Emscher-Weg. Ergänzend wurden einzelne Abschnitte neu gebaut oder aufgewertet, darunter der Grüne Ring in Duisburg, Teilbereiche der Rheinischen Bahn in Essen, Abschnitte des Emscher-Weges zwischen Gelsenkirchen und Dortmund sowie der IGA-Radweg in Lünen und Bergkamen, der in den vergangenen Monaten entstanden ist.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist darüber hinaus die Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr. Dieses bewährte Orientierungssystem bildet künftig die Grundlage der Wegeführung und ermöglicht eine einfache Navigation anhand nummerierter Knotenpunkte. Ergänzend stehen digitale Navigationsangebote über Komoot sowie GPX-Dateien zur Verfügung.
Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet: „Die IGA 2027 versteht sich als Gartenschau für das gesamte Ruhrgebiet. Deshalb war von Anfang an klar: Wir brauchen auch eine Verbindung, die diese Region erlebbar macht. Der IGA-Radweg ist weit mehr als eine Strecke zwischen unseren fünf Zukunftsgärten. Er verbindet Menschen, Städte und Landschaften miteinander und zeigt eindrucksvoll, wie klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus Hand in Hand gehen können. Besonders wichtig ist uns dabei die nachhaltige Wirkung: Die Radinfrastruktur endet nicht mit der Internationalen Gartenausstellung. Sie bleibt dauerhaft bestehen und schafft einen echten Mehrwert für die Menschen im Ruhrgebiet sowie für Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.“
Für die Stadt Lünen ist der IGA-Radweg zugleich ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Stadtentwicklung und die weitere Stärkung des Fahrradtourismus. Als nördlicher Zukunftsgarten bildet Lünen einen markanten Endpunkt der neuen Route und profitiert langfristig von der verbesserten Anbindung an das regionale Radwegenetz.
Dazu Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg: „Der IGA-Radweg macht sichtbar, was die IGA 2027 auszeichnet: Sie verbindet Menschen, Städte und Landschaften miteinander. Für Lünen bedeutet die neue Route eine große Chance, unseren Zukunftsgarten und die vielen attraktiven Ziele sowohl in unserer Stadt als auch entlang der Lippe und des Kanals für Gäste aus der gesamten Region noch besser erlebbar zu machen. Zugleich stärken wir den Radverkehr als nachhaltige Mobilitätsform in unserer Region.“
Der IGA-Radweg ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zahlreicher regionaler Partner. Gemeinsam wurden bestehende Infrastrukturmaßnahmen miteinander verknüpft, sinnvoll ergänzt und touristisch aufbereitet. Viele Verbesserungen entlang der Strecke waren bereits Bestandteil kommunaler oder regionaler Planungen. Die IGA 2027 bündelt diese erstmals zu einer gemeinsamen Route und macht sie als zusammenhängendes Angebot sichtbar.
Susanne Linnebach, Leiterin der Stabsstelle Stadt- und Raumentwicklung bei Emschergenossenschaft und Lippeverband: „Über 360 Kilometer an Radwegen haben Emschergenossenschaft und Lippeverband bereits an Emscher und Lippe ausgebaut – und viele weitere Kilometer sollen noch folgen. Damit schaffen wir attraktive und sichere Verbindungen für den Alltags- und Freizeitradverkehr und leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende. Wir freuen uns, dass mit der Auszeichnung als IGA-Route unsere Radwege erhöhte Aufmerksamkeit gewinnen und noch mehr Besucherinnen und Besucher dazu einladen, Emscher und Lippe auf dem Fahrrad zu erleben.“
Der IGA-Radweg stärkt zugleich die Position des Ruhrgebiets als attraktive Rad- und Tourismusregion. Bereits heute gibt es erste Gespräche mit verschiedenen Akteuren, organisierte Touren entlang der neuen Route anzubieten und den IGA-Radweg dauerhaft touristisch zu vermarkten.
Maria Wagener, Leiterin des Referates Mobilität beim Regionalverband Ruhr (RVR):
„Der IGA-Radweg liegt vollständig auf dem vom RVR entwickelten und realisierten Knotenpunktnetz. Dazu wurden auf rund 30 Kilometern zusätzliche Abschnitte aufgenommen und in die landesweite Beschilderung integriert, darunter ein längerer Abschnitt des Emscher Weges in Dortmund, im Kreis Recklinghausen und an der Grenze zu Gelsenkirchen. Außerdem wurde 2025 ein Teilstück der Rheinischen Bahn zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen auf rund 1,5 Kilometern mit einer Asphaltdecke aufgewertet. Das Knotenpunktnetz umfasst inzwischen etwa 310 Knotenpunkte auf einer Gesamtlänge von rund 1.530 Kilometern. Es ist somit der ideale Begleiter, um im kommenden Jahr die vielen neu und umgestalteten Gärten der IGA zu entdecken."
Ein neues touristisches Angebot mit Zukunft
Mit der Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr wurde zugleich eine Grundlage geschaffen, die weit über die IGA hinaus Bestand haben wird. Davon profitieren künftig nicht nur Besucherinnen und Besucher der Internationalen Gartenausstellung, sondern ebenso Freizeitradfahrende, Pendlerinnen und Pendler sowie der Fahrradtourismus im gesamten Ruhrgebiet.
Axel Biermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH: "Das radrevier.ruhr ist die radtouristische Dachmarke für das Ruhrgebiet. Mit dem 1.500 km langen Knotenpunktnetz ist es gleichermaßen Qualitätssiegel für das radtouristische Angebot der Region. Im kommenden Jahr steht das radrevier.ruhr ganz im Zeichen der IGA. Der IGA-Radweg fügt sich daher nicht nur aus thematischer und qualitativer Sicht perfekt ins Portfolio des radrevier.ruhr, sondern bietet mit seiner Multioptionalität als Mehrtagestour, als Tagesreiseziel oder einfach als Zubringer zu den IGA-Zukunftsgärten einen echten touristischen Mehrwert."
Der IGA-Radweg richtet sich gleichermaßen an Besucherinnen und Besucher der IGA 2027, an Freizeitradfahrende, Familien sowie an Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland. Viele Streckenabschnitte verlaufen überwiegend flach, auf eigenständigen Radwegen und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Dadurch eignet sich die Route sowohl für mehrtägige Touren als auch für individuelle Tagesausflüge.
Mit dem IGA-Radweg unterstreicht die Internationale Gartenausstellung 2027 ihren Anspruch, nachhaltige Mobilität als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen Gartenschau zu verstehen. Die Route verbindet nicht nur fünf Zukunftsgärten miteinander, sondern macht die gesamte Region als zusammenhängenden Erlebnisraum sichtbar. Gleichzeitig bleibt sie als dauerhafte Infrastruktur bestehen und lädt auch lange nach dem Ende der IGA dazu ein, das Ruhrgebiet auf klimafreundliche Weise neu zu entdecken.
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de
Freuen sich über den neuen IGA-Radweg (v.l.n.r.): Tim Brückner, Teamleiter Routenmanagement (RVR), Maria Wagener (Referatsleiterin Mobilität RVR), Horst Fischer (Geschäftsführer IGA 2027 Ruhrgebiet), Lünens Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg, Susanne Linnebach (Leiterin Stabsstelle Stadt- und Raumentwicklung Emschergenossenschaft und Lippeverband), Christoph Lottritz (Abteilungsleiter Aktivtourismus Ruhr Tourismus GmbH).
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
Öffentlichkeitsarbeit
Kurt-Schumacher-Allee 1
45655 Recklinghausen
Telefon: 0 23 61 / 53 45 12
Web: https://www.kreis-re.de
E-Mail: pressestelle@kreis-re.de
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Kreis Recklinghausen" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.