Meldungsdatum: 01.08.2026

42. Spielzeit der Brüder Grimm Festspiele Hanau endet: „Verantwortung und Zusammenhalt prägen eine außergewöhnliche Saison“

Mit großem Applaus ist am Freitag die 42. Spielzeit der Brüder Grimm Festspiele Hanau zu Ende gegangen. Rund 91.000 Besucherinnen und Besucher erlebten in diesem Jahr die Vorstellungen im Amphitheater und sorgten dafür, dass die Brüder Grimm Festspiele Hanau auch in diesem Jahr an den großen Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen konnten. Trotz außergewöhnlicher Herausforderungen ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz.

Verantwortung statt Rekordjagd

Die größte Herausforderung der diesjährigen Spielzeit (8. Mai bis 31. Juli) stellte die außergewöhnliche Hitzewelle Ende Juni dar. Aufgrund der extrem hohen Temperaturen hatten die Verantwortlichen insgesamt acht Vorstellungen abgesagt. Angesichts der Wetterlage haben die Brüder Grimm Festspiele Hanau Verantwortung übernommen und die Gesundheit von Ensemble, Mitarbeitenden und Publikum an erste Stelle gesetzt. Dieses konsequente Handeln unterstreicht den hohen Stellenwert von Sicherheit und Fürsorge bei den Hanauer Festspielen. Ohne die witterungsbedingten Ausfälle hätten rund 2.000 weitere Besucherinnen und Besucher die Vorstellungen besucht. Damit wäre der Besucherrekord (92.000 Gäste) des Jahres 2025 übertroffen worden. Auch so unterstreicht die Zahl von rund 91.000 Gästen die große Beliebtheit der Festspiele und die hohe Resonanz auf das diesjährige Programm.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky zieht eine positive Bilanz: „Unsere Brüder Grimm Festspiele sind weit mehr als ein kulturelles Aushängeschild unserer Stadt. Sie stehen für Qualität, Leidenschaft und Verantwortung. Die Entscheidung, bei extremer Hitze Vorstellungen abzusagen, war richtig. Der Schutz von Publikum, Ensemble und Mitarbeitenden hat Vorrang. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diese außergewöhnliche Spielzeit mit großem Engagement ermöglicht haben, ebenso unserem treuen Publikum für sein Verständnis und seine Begeisterung. Zusammengefasst bleibt, dass Verantwortung und Zusammenhalt diese außergewöhnliche Saison geprägt haben.“

Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel betont, dass die Entscheidung für die Absagen trotz des damit verbundenen Verlusts an Vorstellungen richtig gewesen sei: „Theater entsteht durch Menschen, auf und hinter der Bühne. Ihre Gesundheit und die Sicherheit unseres Publikums sind nicht verhandelbar. Dass uns trotz dieser außergewöhnlichen Umstände rund 91.000 Menschen besucht haben, ist ein überwältigendes Zeichen der Verbundenheit mit den Brüder Grimm Festspielen. Dafür danke ich unserem Publikum, unserem Ensemble, dem gesamten Team und allen Partnerinnen und Partnern von Herzen.“

Publikumserfolge der 42. Spielzeit

Die 42. Spielzeit hat gezeigt, dass die Brüder Grimm Festspiele Hanau auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ihr Publikum erreichen und begeistern. Besonders der Märchenklassiker „Schneewittchen“ erwies sich mit mehr als 30.500 Besucherinnen und Besuchern als Publikumsmagnet der Saison. Das eigens für Hanau entwickelte Musical „Tischlein, deck dich!“ begeisterte ebenfalls und verzeichnete rund 26.000 Gäste.

Mit „Des Kaisers neue Kleider“ nach Hans Christian Andersen bewiesen die Festspiele zudem, dass auch Märchen jenseits der Brüder Grimm auf großes Interesse stoßen: Mehr als 24.500 Besucherinnen und Besucher sahen die Inszenierung im Amphitheater.

Peter Shaffers Schauspielklassiker „Amadeus“ fand mit knapp 7.500 Besucherinnen und Besuchern großen Zuspruch. Auch die Reihe „Junge Talente“ war erneut ein voller Erfolg. Die Vorstellungen waren bereits vor Saisonbeginn ausverkauft. Mehr als 1.100 Besucherinnen und Besucher erlebten die Inszenierung auf der Bühne in der wallonischen Ruine. Das diesjährige Rahmenprogramm lockte ebenfalls mehr als 1.000 Gäste an.

Spielplan 2027

Mit dem Ende der 42. Spielzeit richtet sich der Blick bereits auf die kommende Saison. Die Vorbereitungen für die 43. Brüder Grimm Festspiele im Jahr 2027 laufen jetzt auf Hochtouren und das Publikum darf sich erneut auf mehrere Uraufführungen und ein abwechslungsreiches Programm freuen.

Auf dem Spielplan steht das neue Musical „Frau Holle“, das von Lukas Nimscheck und Franziska Kuropka geschrieben wird, mit Musik von Philipp Gras. Das Autorenduo war bereits für das Musical „Die Gänsemagd“ verantwortlich, das bundesweit große Anerkennung fand und den Brüder Grimm Festspielen zahlreiche Nominierungen für den Deutschen Musical Theater Preis einbrachte.

Als Familientheater mit Musik wird 2027 „Der Wolf und die sieben Geißlein“ zu sehen sein. Die musikalische Fassung entsteht aus den Federn von Jan Radermacher und Timo Riegelsberger. Das beliebte Märchen kehrt damit nach 25 Jahren wieder auf die Bühne der Brüder Grimm Festspiele zurück.

Als dritte Märchenproduktion wird „Rumpelstilzchen“ zu erleben sein. Autor ist der vielfach ausgezeichnete österreichische Dramatiker Stefan Vogel, der bereits 2018 für die Brüder Grimm Festspiele die Märchenfassung „Der Froschkönig“ geschrieben hat. Festspielintendant Frank-Lorenz Engel freut sich auf die erneute Zusammenarbeit: „Mit Stefan Vogel kehrt ein Autor nach Hanau zurück, dessen Handschrift Witz, Emotionalität und großes Theater verbindet – beste Voraussetzungen für ein besonderes ‚Rumpelstilzchen‘.“ 

Welches Stück 2027 in der Reihe der Theaterklassiker zu sehen sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Die Entscheidung darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Bereits fest eingeplant ist dagegen die Wiederaufnahme von „Herz eines Boxers“. Nach der überaus erfolgreichen Inszenierung in der aktuellen Spielzeit kehrt das vielfach ausgezeichnete Stück von Lutz Hübner aufgrund der großen Nachfrage im kommenden Jahr auf den Spielplan zurück.

Der Vorverkauf für die 43. Spielzeit der Brüder Grimm Festspiele Hanau startet am Samstag, 31. Oktober. Dann können sich Besucherinnen und Besucher die besten Plätze für die neue Saison sichern.

Pressekontakt: Prof. Dr. Jeroen Coppens, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de


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42. Spielzeit der Brüder Grimm Festspiele Hanau endet

©  Brüder Grimm Festspiele Hanau / Hendrik Nix
42. Spielzeit der Brüder Grimm Festspiele Hanau endet

Intendant Frank-Lorenz Engel und alle Mitwirkenden der Brüder Grimm Festspiele Hanau gemeinsam auf der Bühne nach der Derniere von „Amadeus“.