Meldungsdatum: 06.08.2026
Bereits im März wurde die bestehende Räumerbrücke aus dem rund 2.850 Kubikmeter fassenden Nachklärbecken ausgebaut. In einem Fachbetrieb wurde die Konstruktion anschließend vollständig aufgearbeitet. Dafür wurde sie sandgestrahlt, spritzverzinkt und neu lackiert. Mit Hilfe eines Großkrans konnte die Brücke nun wieder an ihrer ursprünglichen Position montiert werden.
Die Räumerbrücke übernimmt eine zentrale Aufgabe in der Abwasserreinigung. Während des Betriebs dreht sie sich über das Nachklärbecken und schiebt den abgesunkenen Belebtschlamm mit einem Räumschild in die trichterförmige Beckenmitte. Von dort wird der Schlamm abgepumpt und zurück in den Reinigungskreislauf der Belebungsbecken geleitet. Das gereinigte Wasser fließt anschließend über den Beckenrand in den Ablauf.
Sanierung statt Neuanschaffung
Ursprünglich war geplant, die Räumerbrücke vollständig zu ersetzen. „Der Austausch mit anderen Kläranlagen hat jedoch gezeigt, dass die Sanierung unserer bestehenden Räumerbrücke die technisch und wirtschaftlich beste Lösung ist“, sagt Christian Schaffeldt, Leiter des Bocholter Klärwerks beim Entsorgungs- und Servicebetrieb. So fiel die Entscheidung bewusst auf die Aufbereitung der bestehenden Räumerbrücke.
Die in den 1980er-Jahren gefertigten Räumerbrücken gelten aufgrund ihrer massiven Bauweise als besonders robust und langlebig. Moderne Anlagen erreichen häufig nicht mehr die gleiche Stabilität. Auch wirtschaftlich lohnt sich die Aufbereitung: Die Sanierung kostet rund 75.000 bis 80.000 Euro, für eine neue Räumerbrücke wären je nach Ausführung voraussichtlich zwischen 200.000 und 250.000 Euro angefallen.
Pressekontakt: Stadt Bocholt, Büro des Bürgermeisters, Presse- und Informationsdienst, Michelle Posmyk, Telefon 0 28 71 953-1250, E-Mail: pressestelle@bocholt.de
Die 28 Meter lange Räumerbrücke wurde nach der Sanierung wieder im Klärwerk Bocholt eingesetzt
Die 28 Meter lange Räumerbrücke wurde nach der Sanierung wieder im Klärwerk Bocholt eingesetzt
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