Nr. 263 Kreis Steinfurt, 07. August 2026

Kreis Steinfurt ruft zur Beteiligung am „abpflastern“-Wettbewerb 2026 auf

Einreichung von Entsiegelungsbeiträgen noch bis 31. Oktober möglich

Kreis Steinfurt. Der bundesweite Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“ ruft seit dem 21. März bundesweit alle Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen dazu auf, versiegelte Flächen in blühende Oasen zu verwandeln. Ob Hofeinfahrten, Schottergärten oder unbegrünte Plätze – jeder entfernte Quadratmeter Pflaster oder Beton hilft dabei, Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Denn je begrünter das eigene Lebensumfeld ist, desto kühler bleibt es auch in Zeiten sommerlicher Hitzewellen.

Auch Interessierte im Kreis Steinfurt können sich noch bis Donnerstag, 31. Oktober, an dem Wettbewerb beteiligen. Unter dem Slogan „In welcher Stadt oder Gemeinde wird in 2026 in Deutschland am meisten entsiegelt? Bringen Sie Ihren Heimatort auf das Siegertreppchen!“ wirbt die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung aus Koblenz als Projektträger für eine Teilnahme. Jede entsiegelte private oder öffentliche Fläche zählt für das Punktekonto der jeweiligen Gemeinde oder Stadt. „In diesem Jahr wurde bislang bereits in neun von unseren 24 Städten und Gemeinden im Kreis Steinfurt abgepflastert“, sagt Carsten Rech, Projektkoordinator Klimafolgenanpassung beim Kreis Steinfurt, und hofft auf die Meldung weiterer Entsiegelungen unter www.abpflastern.de. Das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit begleitet den Wettbewerb im Kreis Steinfurt als regionaler Partner.  

Die Entsiegelung von Flächen sorgt für Kühlung im Sommer: Pflanzen und unversiegelte Böden verdunsten Wasser und senken als „natürliche Klimaanlage“ die Umgebungstemperatur spürbar ab. „Messungen zeigen, dass sich Schotterflächen auf weit mehr als 50 Grad Celsius erhitzen können, bepflanzte Flächen hingegen auf nur 30 bis 40 Grad Celsius“, erläutert Carsten Rech. Der Kreis Steinfurt appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, bis Samstag, 31. Oktober, Ideen für das Entsiegeln und für die Begrünung zu entwickeln und die Pflanzzeit im Herbst zu nutzen, um klimaangepasste Stauden, Gehölze und Bäume zu setzen.

Offene Böden lassen darüber hinaus Regenwasser direkt versickern, was die Kanalisation bei Starkregen entlastet und Überschwemmungen vorbeugt. Durch die Begrünung entsteht neuer Lebensraum für Insekten, Vögel und heimische Pflanzenarten. Passend dazu fördert der Kreis Steinfurt mit seinem Klimafonds 2026 Maßnahmen zum grünen Hitzeschutz. Gemeinnützige Vereine und gGmbHs können für Baumpflanzungen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen eine Förderung von 100 Prozent und maximal 500 Euro erhalten. Davon profitieren besonders soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder Seniorenheime. Viele Kommunen belohnen die Entsiegelung zudem mit Zuschüssen oder dauerhaften Einsparungen bei der Niederschlagswassergebühr.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, zu Fördermitteln und der klimaangepassten Gartengestaltung unter www.energieland2050.de/entsiegeln.


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Messungen

©  LLH – Bieneninstitut Kirchhain
Messungen

Messungen zeigen, dass sich Pflaster- und Schotterflächen auf weit mehr als 50 Grad/Celsius erhitzen können, bepflanzte Flächen hingegen nur auf 30 bis 40 Grad/Celsius.