Meldungsdatum: 06.08.2026
Vier Stützen der Femeiche in Raesfeld-Erle sind marode und müssen ausgetauscht werden. Dafür hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken nun die Firma „Gewers Baumpflege GmbH“ beauftragt. Diese wird voraussichtlich zwischen Mitte August und Anfang September 2026 vier Stützen und zwei Fundamente erneuern. Zudem werden die anderen Stützen kontrolliert und bei Bedarf ersetzt. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 9.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent aus Fördermitteln der Förderrichtlinie Naturschutz und zu 30 Prozent aus Kreismitteln.
„In den vergangenen Jahren hat sich die Femeiche für ihr Alter weiterhin gut entwickelt“, erklärt Hanna Lösing aus dem Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken, die die Femeiche seit fünf Jahren betreut. „Die Krone ist in einem hervorragenden Zustand. Wer genau hinsieht, erkennt, dass der Baum im Wesentlichen nur noch aus den Rindenresten des ursprünglichen Stammes besteht. Diese wachsen jedoch kontinuierlich weiter.“
Warum sind die Stützen notwendig?
Erste Skizzen für ein Ständerwerk, das den Baum stützen sollte, stammen aus dem Jahr 1911. Schon damals zeigte sich, dass der Baum von innen heraus faulte und ohne Hilfe keine Überlebenschance haben würde. Aus diesem Grund wird seither alles dafür getan, die alte Eiche zu erhalten.
Bisherige Pflegemaßnahmen
Um die rund 1.000 Jahre alte Eiche langfristig zu erhalten, wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:
Zuletzt erhielt die Femeiche, die als Naturdenkmal und „Nationalerbe-Baum“ ausgewiesen ist, mit der Eröffnung des Femeichenparks im April 2025 ein würdiges Umfeld. Mittlerweile lockt der Femeichenpark Menschen aus nah und fern ein, die Natur zu erleben und sich zu erholen.
Über die Femeiche
Experten schätzen das Alter der Eiche auf etwa 1000 Jahre. Der Kreis Borken führt den Baum in seinem Verzeichnis der Baum-Naturdenkmale. Bis ins 16. Jahrhundert tagte unter dem Baum das Femegericht, das über Schwerverbrechen wie Mord und Brandstiftung urteilte. Um den Hohlraum im Stamm ranken sich viele Geschichten. Die bekannteste berichtet vom preußischen Kronprinz Friedrich Wilhelm, der hier 1819 mit zwei Generälen gefrühstückt haben soll.
Pressekontakt: Marie-Therese Gewert, 02861 / 681-2427
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Kreis Borken" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.