Meldungsdatum: 07.08.2026
Die Stadt Osnabrück baut den Platz des 20. Juli um: In dieser Woche haben die Arbeiten begonnen, um die rund 1.100 Quadratmeter große Fläche am Rande der Innenstadt attraktiver und klimaresilienter zu gestalten. Ziel ist es, den stark versiegelten Eingangsbereich zur historischen Altstadt zu entsiegeln, zu begrünen und barrierefrei zugänglich zu machen.
Der Platz des 20. Juli dient als markanter Eingangsbereich zur historischen Altstadt. Der derzeit großzügig ausgebildete Fußgängerbereich ist jedoch stark versiegelt, sodass der Platz als thermisch hochbelastete Fläche mit geringer Aufenthaltsqualität und mangelnder Beschattung eingestuft werden muss. Weitere Defizite sind die mangelnde Einbindung des Gedenkortes, der Brunnenanlage und der Kunstwerke.
Die nun geplante umfassende Umgestaltung dient nicht nur gestalterischen, sondern auch funktionalen und vor allem klimaangepassten Anforderungen. Orientiert an freiraumplanerischen Entwicklungskonzepten der Stadt Osnabrück stehen Klimaanpassung, Multifunktionalität und Barrierefreiheit des Platzes sowie seine Funktion als Gedenkort im Fokus; zugleich soll die Neugestaltung der Erhitzung der Stadt entgegenwirken. Die Planung wahrt das Gedenken an verschiedene Ereignisse und berücksichtigt, dass auch stilles Gedenken das ganze Jahr über möglich ist. Die Entwurfsplanung betont den Gedenkraum durch Akzentuierung der Raumkanten, Sichtachsen und eine angepasste Bepflanzung.
Die vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) durchgeführte Umgestaltung umfasst unter anderem eine Teilentsiegelung und Begrünung, um das Mikroklima vor Ort zu verbessern. Gleichzeitig wird der Platz mit Stadtmobiliar aufgewertet, das dem einheitlichen Möblierungskonzept der Innenstadt folgt: Neue Sitzgelegenheiten und weitere Elemente werden installiert, die den Platz einladender gestalten. Die bestehenden Treppenstufen werden entfernt, um den Platz barrierefrei für alle zugänglich zu machen. Zusätzlich wird über den Platz hinaus in der Bierstraße die Fahrradinfrastruktur ausgebaut, weitere Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen und eine Rad-Ausweichbucht integriert. „Mit diesen Veränderungen soll der Platz des 20. Juli zu einem zukunftsfähigen Ort der Begegnung werden. Begrünte Flächen und Begegnungsorte mit gezielter Hitzevorsorge sind essenziell, da sie attraktive Aufenthaltsräume darstellen – insbesondere in Hitzeperioden wie in diesem Sommer“, sagt Stadtbaurat Thimo Weitemeier.
Die Auszubildenden des OSB in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gestalten den Platz in zwei Bauabschnitten um. Sie starten mit der Teilentsiegelung, den allgemeinen Bauarbeiten und der Möblierung; im Herbst werden die neuen Flächen bepflanzt. Im kommenden Sommer werden dann das Baum-Hochbeet vergrößert, eine zusätzliche Pflanzfläche angelegt und die Treppenanlage zurückgebaut. Die sogenannte „Qualitätsoffensive öffentlicher Raum Altstadt“ umfasst noch weitere Umgestaltungsmaßnahmen, beispielsweise am Gerberhof oder am Jina-Mahsa-Amini-Platz.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des niedersächsischen Programms „Resiliente Innenstädte“. Ziel des Programms ist es, Innenstädte nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. „Ich freue mich ausdrücklich darüber, dass dieses Projekt in das Landesprogramm ‚Resiliente Innenstädte‘ aufgenommen wurde. Dies unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt“, sagt Finanzvorstand Thomas Fillep.
Die „Qualitätsoffensive öffentlicher Raum Altstadt“ erfolgt durch eine dienststellenübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung. Der Osnabrücker Servicebetrieb ist für Planung, Bau und Projektsteuerung zuständig. Die federführende Betreuung des Fördermittelmanagements obliegt dem Fachbereich Klima, Natur und Umwelt in enger Abstimmung mit dem Referat für nachhaltige Stadtentwicklung.
Weitere Informationen über Projekte der gesamtstädtischen Freiraumentwicklung finden sich online unter www.osnabrueck.de/freiraum-im-wandel.
Pressekontakt: Constantin Binder | Telefon 0541 323-4556 | E-Mail binder@osnabrueck.de
Die Arbeiten am Platz des 20. Juli haben begonnen: Auszubildende des Osnabrücker Servicebetriebs setzen die klimaangepasste Umgestaltung in zwei Abschnitten um.
Der Platz des 20. Juli zu Beginn der Umbauarbeiten. Die stark versiegelte Fläche heizt sich stark auf und soll deshalb im Zuge der Umgestaltung entsiegelt und begrünt werden.
Der Platz des 20. Juli soll gemäß Entwurfsplanung grüner, nachhaltiger und barrierefrei werden.
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