Meldungsdatum: 13.08.2026
Mit insgesamt 1.627.621,64 Euro werden zwei wichtige Vorhaben in der Region unterstützt. In die IT-Sicherheit des Klinikums Hanau fließen 1.576.452 Euro. Diese Mittel stammen aus dem Strukturfonds und werden je zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund getragen. Weitere 51.169,64 Euro erhält das gemeinsame Projekt des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau „Babylotsen an Geburtskliniken“.
Mehr als 1,5 Millionen Euro für sichere digitale Strukturen für die Gesundheitsversorgung von morgen
„Die Gesundheitsversorgung der Zukunft braucht leistungsfähige und sichere Krankenhäuser. Dazu gehören nicht nur eine moderne medizinische Ausstattung und qualifizierte Fachkräfte, sondern auch eine belastbare digitale Infrastruktur. Gerade mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen und die hohe Bedeutung des Schutzes sensibler Gesundheitsdaten ist IT-Sicherheit ein zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Versorgung“, so Gesundheitsministerin Diana Stolz bei der Übergabe des Bescheids über rund 1,5 Millionen (1.576.452) Euro an Stefan Gröger, Geschäftsführer des Klinikums Hanau.
Mit der Förderung wird das Klinikum Hanau seine IT-Infrastruktur umfassend weiterentwickeln. Geplant sind unter anderem die Errichtung eines neuen Rechenzentrums mit zwei physisch getrennten Serverräumen, eine Firewall-basierte Netzwerksegmentierung sowie eine Angriffserkennung durch einen speziellen Scanner. Die Maßnahmen sollen die digitale Widerstandsfähigkeit des Hauses erhöhen, Sicherheitsrisiken reduzieren und die Anforderungen an moderne IT-Sicherheitsstandards weiter erfüllen. Besondere Bedeutung hat dabei der Schutz der Systeme, die Patienten- und Behandlungsdaten verarbeiten. Dazu gehört auch die Medizintechnik, deren Funktionsfähigkeit unmittelbar mit der Patientensicherheit verbunden ist. Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit medizinischer Daten sowie der zuverlässige Betrieb technischer Systeme stehen deshalb im Mittelpunkt des Vorhabens.
„Krankenhäuser stehen aktuell vor großen Veränderungen. Die laufenden Reformprozesse zeigen, wie wichtig es ist, Strukturen nachhaltig zu stärken und Einrichtungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre aufzustellen. Investitionen in sichere digitale Systeme leisten dazu einen wichtigen Beitrag – für stabile Abläufe im Krankenhaus und für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten“, betonte Stolz.
Über 50.000 Euro für die Babylotsen - sie begleiten Familien von Anfang an
„Der Start ins Familienleben ist für viele Eltern eine Zeit voller Freude, aber auch voller Fragen. Die Babylotsinnen und Babylotsen sind genau dann da, wenn Familien Orientierung brauchen. Sie hören zu, erkennen frühzeitig, wo Unterstützung guttut, und öffnen die Tür zu den passenden Angeboten. Wir lassen die Familien mit ihren Sorgen und Fragen nicht allein“, so Stolz.
Das Projekt „Babylotsen an Geburtskliniken“ ist Teil der Frühen Hilfen und setzt unmittelbar dort an, wo Familien in einer besonders sensiblen Phase erreicht werden, nämlich rund um die Geburt in der Klinik. Geschulte Fachkräfte sprechen Eltern niedrigschwellig an, klären den individuellen Unterstützungsbedarf und vermitteln bei Bedarf passgenaue Hilfen, etwa Angebote der Frühen Hilfen, Beratungsstellen oder Familienhebammen. Das Angebot steht allen Familien offen und richtet sich mit besonderem Blick an Eltern in belastenden Lebenslagen. Ziel ist ein guter und sicherer Start ins Leben für jedes Kind. Das Land fördert das Projekt „Babylotsen an Geburtskliniken“ des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau mit über 50.000 (51.169,64) Euro.
Pressekontakt: Dominik Kuhn, Telefon 06181 / 3000 6069
Gesundheitsministerin Diana Stolz bei der Übergabe zweier Förderbescheide für die IT-Infrastruktur des Klinikums Hanau und das gemeinsame Projekt „Babylotsen an Geburtskliniken“ des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau. Auf dem Foto von links: Thorsten Wies, Prokurist Klinikum Hanau, Andrea Breitenbach, Abteilungsleitung Erzieherische Hilfen des Jugendamtes Main-Kinzig-Kreis, Stefan Gröger, Geschäftsführer Klinikum Hanau, Ministerin Stolz und Stadträtin Isabelle Hemsley.
Über das Klinikum Das Klinikum Hanau ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe und akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit zertifiziertem Ausbildungszentrum. In 14 Kliniken, drei Instituten und der zentralen Notaufnahme werden jährlich rund 90.000 Patienten ambulant und stationär versorgt. 1.800 Mitarbeiter setzen sich täglich mit moderner medizintechnischer Ausstattung für Patienten aus einem Einzugsgebiet mit 400.000 Einwohnern ein. Als Perinatalzentrum Level 1 bietet das Klinikum die optimale Versorgung für Früh- und Neugeborene und ist mit einer Vielzahl an zertifizierten Zentren diagnostisch auf hohem Niveau. Im einzigen zertifizierten Klinik-Tumorzentrum (DKG) des Main-Kinzig-Kreises werden Patienten aus den Bereichen Darmkrebs, Pankreaskrebs, gynäkologische Onkologie, Brustkrebs sowie Leukämien und Lymphome allumfassend betreut. Die zertifizierte Stroke Unit für die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten, das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifizierte regionale Traumazentrum, das von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifizierte Adipositaszentrum für krankhaft übergewichtige Patienten, das zertifizierte Gefäßzentrum und das von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierte Zentrum für Kinderdiabetes runden das Angebot ab. Zudem bietet das Klinikum mit einem Schilddrüsenzentrum und einem Endometriosezentrum eine wohnortnahe Anlaufstelle für Betroffene. Das Klinikum befindet sich in öffentlicher Trägerschaft der Stadt Hanau. Mehr Infos online: www.klinikum-hanau.de
Klinikum Hanau GmbH
Unternehmenskommunikation
Leimenstraße 20
63450 Hanau
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