Meldungsdatum: 14.08.2026
Ein Feuer kann ausbrechen etwa aufgrund von technischen Defekten, Unachtsamkeit oder den unsachgemäßen Umgang mit offenem Feuer. Besonders im Sommer, wenn es draußen heiß und trocken ist, steigt zudem auch das Risiko von Böschungs- und Flächenbränden. Einige einfache Verhaltenstipps können helfen, das Brandrisiko zu verringern.
Flächen- und Waldbrände verhindern
Ist es sehr trocken, reicht ein kleiner Funke um ein großes Feuer zu entfachen: Wald- und Böschungsbrände sind keine Seltenheit und stellen Feuerwehren auch im Kreis Unna immer wieder vor Herausforderungen. Die Brände können sich schnell ausbreiten und so groß werden, dass viele Einheiten und Löschzügen über Stunden gebunden sind. Daher gilt:
Im Haus
Rauchmelder sollten zur Grundausstattung in jeden Haushalt gehören: Sie schlagen Alarm, auch wenn man selbst das Feuer noch nicht bemerkt hat. Auch Elektrogeräte und Kabel sollten in einwandfreiem Zustand sein, Steckdosen dürfen nicht überlastet werden und Kerzen und offenes Feuer sollte nie aus den Augen gelassen werden.
Wenn es brennt, kann es auch zu einem Stromausfall kommen, etwa wenn durch einen technischen Defekt auch die Sicherungen rausfliegen. Um vorbereitet zu sein, lohnt sich der Blick in Teil 2 der Serie zum Thema Stromausfall. Es empfiehlt sich, Taschenlampen griffbereit zu haben, Batterien und Wasser zu bevorraten. Auch ein Feuerlöscher oder eine Löschdecke im Haus zu haben, kann sinnvoll sein. Wichtig ist, sich selbst nie in Gefahr zu begeben.
Feuer bricht aus: Was tun?
Wer einen Brand bemerkt, sollte Ruhe bewahren, andere Menschen warnen und das Gebäude verlassen. Selbst Löschversuche zu unternehmen ist nur dann sinnvoll, wenn man sich damit nicht in Gefahr begibt. Im Zweifel: Lieber den Notruf 112 wählen.
„Bei einem Brand zählt jede Minute“, so Kreisbrandmeister René Wauro. „Ein Feuer kann schnell um sich greifen. Je früher Rauch und Brandherd entdeckt werden, umso besser. Besonders gefährlich ist übrigens der Brandrauch. Sobald es zu einer größeren Rauchentwicklung kommt, sollte das Gebäude zügig verlassen werden.“ Im Haus gilt dann nach Möglichkeit: Fenster schließen, Türen schließen (aber nicht abschließen), damit sich das Feuer nicht schnell weiter ausbreitet. „Kommt die Feuerwehr dann, ist es wichtig, die Warnungen und Anweisungen der Einsatzkräfte zu beachten“, so Wauro.
Wird vor Rauch gewarnt, gilt:
Wird eine Evakuierung angeordnet, sollten Betroffene das Gebiet auf den vorgegebenen Wegen verlassen und die Anweisungen der Einsatzkräfte beachten. Ein vorbereitetes Notgepäck kann dabei hilfreich sein. Informationen zu solchen Maßnahmen werden über die NINA-Warnapp sowie über die Kanäle des Kreises Unna verbreitet. Auch das Radio, die Zeitung und weitere Medien können eine gute Informationsquelle sein.
Doch: Nicht alle Quellen sind auch authentisch. Insbesondere Informationen der zuständigen Behörden und Einsatzkräfte sind wichtig und richtig. Gerade in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten können sich Gerüchte oder unbestätigte Informationen schnell verbreiten. Nicht jede Meldung, die geteilt wird, ist deshalb automatisch richtig oder aktuell. Wer Informationen weitergibt, sollte zunächst prüfen, ob sie von einer offiziellen Stelle bestätigt wurden.
Aktuelle Warnungen und Informationen des Kreises finden Bürgerinnen und Bürger unter www.kreis-unna.de/warnungen. Dort sind auch die Informationsmaterialien der Kampagne zu finden. PK | PKU
Foto: Am 13. August rückte ein Löschzug des Kreises Unna zur Unterstützung bei der Waldbrandbekämpfung im Kreis Soest beim Möhnesee aus. Foto: Leitstelle Kreis Unna
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