Meldungsdatum: 25.08.2026

Ausbildungsinitiative des Landrats

Handwerk im Fokus

Studien zeigen, dass Ausbildungsbetriebe mit vielen Herausforderungen kämpfen – Digitalisierung, Bürokratie und vor allem Nachwuchssorgen. Die Forderung: Politik und Verwaltungen müssen aktiv werden und in den Dialog mit lokalen Betrieben treten. Landrat Löhr hat das erkannt und will eine Netzwerkinitiative für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs ins Leben rufen, die im September startet.

„Ich will mit Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen und signalisieren, dass wir da sind und unterstützen“, so der Landrat. „Daher will ich eine Initiative ins Leben rufen, mit der ich gezielt in Kontakt mit Handwerksbetrieben im gesamtem Kreis Unna treten möchte. Ziel ist vor allem, gemeinsam die Anzahl der geschlossenen Ausbildungsverträge vom Schuljahr 2026/27 bis in das Jahr 2035 deutlich zu steigern. Der Appell ist: seid mutig, Ausbildung lohnt sich!“

Diesen Appell unterstreicht auch Lena Mandok Geschäftsführerin des gleichnamigen Kfz-Betriebs in Bergkamen. Sie freute sich Anfang August über den Besuch des Landrats und der Jobcenter-Chefin Daniela Tomczak: „Dass der Landrat sich für die Ausbildung einsetzt, finden wir gut. Das Handwerk hat Zukunft, aber braucht auch selbst eine junge Nachwuchsperspektive“, so Lena Mandok, die Geschäftsführerin im Gespräch. „Es gibt so viele Möglichkeiten für Jugendliche in der heutigen Zeit. Das Handwerk bietet Sicherheit und Aufstiegsperspektiven vor Ort. Wir haben nichts gegen KI, aber wir brauchen Menschen, die auch in Zukunft die Reifen wechseln.“

Mehr Ausbildung wagen

„Das Handwerk braucht starke Partner – wir sind einer davon und wollen gemeinsam in der Initiative junge Menschen und Betriebe zusammenbringen. Auch die, die bisher noch nicht an Ausbildung gedacht haben“, unterstreicht Daniela Tomczak, Geschäftsführerin Jobcenter Kreis Unna, das Vorhaben.

Das Ausbildungsprojekt soll in Lünen mit einer einjährigen Laborphase beginnen und wird danach auf den Kreis Unna ausgeweitet. Offizieller Startschuss ist am 7. September im Kreishaus. Dort treffen sich der Landrat und die Lüner Bürgermeisterin mit Wirtschafts- und Schulvertretern, den Kammern, dem DGB und den zuständigen Verwaltungen wie Arbeitsagentur und Jobcenter. Der Kreis hat den Ausbildungsmarkt detailliert analysiert und erste Ideen entwickelt, wie die Partnerinnen und Partner noch wirksamer zusammenarbeiten können. Auf dieser Grundlage startet der Austausch.

In Abstimmung mit den Projektpartnern sollen zusätzliche Aktivitäten nicht nur an Schulen stattfinden, sondern Jugendliche und Eltern konkret dort für Ausbildung begeistert werden, wo sie ihre Freizeit verbringen. Außerdem erscheint es wichtig, Betriebe und Schüler häufiger niederschwellig in Kontakt zu bringen. Dabei helfen alle Partner der Initiative mit, an den Schulen und auch außerhalb. In Abstimmung mit den Projektpartnern soll es auch eine Marketing-Kampagne für die Berufsausbildung geben, die zielgruppenspezifisch auch die gängigen Social-Media-Kanäle einschließt.

Besuche vor Ort geplant

Für die Initiative engagiert sich Mario Löhr auch persönlich. Er wird insbesondere den Kontakt zu den lokalen Handwerksbetrieben suchen und dort vor Ort sein: Geplant sind zunächst zehn Betriebsbesuche in den zehn Städten und Gemeinden im Kreis Unna.

„Ausbildung möglichst sofort nach Klasse 10 hat viele Vorteile: Jugendliche bestimmen früh für sich selbst und verdienen ihr eigenes Geld“, so Landrat Löhr, der zu Beginn seiner Karriere selbst eine Ausbildung als Industriemechaniker gemacht hat. „Viele Ausbildungsberufe bieten gerade jetzt beste Zukunftsperspektiven – es ist attraktiv dort einzusteigen. Das ist meine Meinung.“

Mario Löhr hat in seinem Büro die Koordination für die Initiative eingerichtet. Projekt-Koordinator ist Uwe Ringelsiep, der auch gleichzeitig die Aufgabe des Handwerksbeauftragten des Kreises Unna übernommen hat. Verantwortet wird die Initiative im Dienstleistungszentrum Bildung des Kreises Unna, Bereich kommunale Koordinierung Schule-Beruf. PK | PKU

Hinweis an die Medien

Save the date: Am 7. September will Landrat Mario Löhr bei einem Pressegespräch die Inhalte der Initiative vorstellen. Eine gesonderte Einladung folgt. Sollte Interesse bestehen, die Geschichte lokal zu verorten und auf einen Auszubildenden bzw. Betrieb herunterzubrechen, die über die Herausforderungen vor Ort berichten können, melden Sie sich gerne. Wir vermitteln einen Kontakt.

BU: Landrat Mario Löhr beim Besuch in Bergkamen im Gespräch mit Lena Mandok. Foto: Max Rolke – Kreis Unna

BU 2: Landrat Löhr (r.) mit Azubi Oguzhan Celik (vorne Mitte), Geschäftsführerin Lena Mandok (2.v.l.) und Jobcenter-Geschäftsführerin Daniela Tomczak (l.). Foto: Max Rolke – Kreis Unna

Pressekontakt: Max Rolke | Fon 0 23 03 27 10 13 | E-Mail max.rolke@kreis-unna.de


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Betriebsbesuch Ausbildung 1

©  Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Betriebsbesuch Ausbildung 1

Landrat Mario Löhr beim Besuch in Bergkamen im Gespräch mit Lena Mandok.


Betriebsbesuch Ausbildung 2

©   Foto: Max Rolke – Kreis Unna
Betriebsbesuch Ausbildung 2

Landrat Löhr (r.) mit Azubi Oguzhan Celik (vorne Mitte), Geschäftsführerin Lena Mandok (2.v.l.) und Jobcenter-Geschäftsführerin Daniela Tomczak (l.).