Meldungsdatum: 01.09.2026

Dritter Bürgerdialog zum Winterberger Weg: Stadt lädt nach Züschen ein

Rat berät Beteiligungsmodelle / Informationsveranstaltung am 14. September in der Schützenhalle Züschen

Die Stadt Winterberg lädt zum dritten Bürgerdialog zum Winterberger Weg ein. Am 14. September 2026 um 18.30 Uhr informiert sie in der Schützenhalle in Züschen über den Stand der Planungen zum Ausbau der Windenergie im gesamten Stadtgebiet sowie die geplanten Beteiligungsmodelle. Im Mittelpunkt steht die zentrale Frage, wer von der Energiewende profitiert, ob die Gewinne abfließen oder in der Region verbleiben und dem Gemeinwohl zugutekommen.

Was ist der Winterberger Weg?

Mit dem Inkrafttreten des Wind-an-Land-Gesetzes des Bundes haben die Kommunen ihre Planungshoheit bei der Ausweisung von Windkraftflächen faktisch verloren. Der Bund verpflichtet die Länder, bis 2032 zwei Prozent ihrer Fläche für Windenergie auszuweisen. Über konkrete Standorte hat die Regionalplanung mit der 19. Änderung des Regionalplans bereits im März 2025 entschieden. Bürgermeister Michael Beckmann hat diese Entwicklung von Beginn an scharf kritisiert. Weil sich an den gesetzlichen Vorgaben und den Planungen der Bezirksregierung nichts ändert, hat die Stadt entschieden, nicht abzuwarten, sondern zu gestalten.

Der „Winterberger Weg“ ist die Antwort darauf. Er steht für das Ziel, den Ausbau der Windenergie aktiv zu begleiten, die Wertschöpfung vor Ort zu halten und die Bürgerinnen und Bürger direkt an den Erträgen zu beteiligen. Bereits im März 2025 wurden die Stadtwerke Winterberg Energie gegründet. Beim ersten Bürgerdialog im April 2025 in Niedersfeld informierten sich rund 300 Interessierte über Pläne und Beteiligungsmodelle. Nun folgt mit Züschen die dritte Runde.

Vier Wege zur Beteiligung – für alle, die mitmachen wollen

Ein zentrales Thema des Abends sind, neben dem aktuellen Stand der Planungen, die möglichen Beteiligungsmodelle, die die Stadt entwickelt hat und die derzeit im Rat der Stadt Winterberg beraten werden. Der Winterberger Weg soll kein bloßes Versprechen bleiben, sondern in klare und verlässliche Lösungen münden, an denen sich möglichst viele Winterbergerinnen und Winterberger beteiligen können. Bereits in seiner nächsten Sitzung am 17. September wird dies erneut Thema im Winterberger Stadtrat sein.

Ein Abend in zwei Themenschwerpunkten

Der erste Schwerpunkt widmet sich den gesetzlichen Rahmenbedingungen: Was schreiben EU, Bund und Regionalplan vor? Welche Windenergiebereiche und Anlagenstandorte sind konkret im Gespräch? Was bedeutet das für Netzanschluss, Verfahren und Zeitplan?

Der zweite Schwerpunkt fragt, welche Wertschöpfung in Winterberg bleibt: Was bedeutet Energie als Wirtschaftsfaktor für die Stadt, welche Einnahmen sind realistisch, und wie können sich die Bürgerinnen und Bürger finanziell beteiligen?

Beteiligung als Versprechen

Die Veranstaltungsreihe ist Ausdruck einer Haltung, die die Stadt von Beginn an vertreten hat: Windenergie in Winterberg kann nur dann tragfähig sein, wenn die Menschen vor Ort informiert, gehört und eingebunden werden. „Von Anfang an war es unser Ziel, den Ausbau der Windenergie, zu dem uns der Gesetzgeber verpflichtet, gemeinsam mit den Menschen in Winterberg zu gestalten. Die Erträge sollen vor Ort bleiben und den Dorfgemeinschaften, Vereinen und Unternehmen zugutekommen. Mit unseren Beteiligungsmodellen schaffen wir transparente und faire Möglichkeiten zur finanziellen Teilhabe“, betont Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg. Der dritte Bürgerdialog setzt diesen Kurs fort, mit mehr Tiefe, mehr Details und wieder Raum für offene Fragen.

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Winterberg sind zur Veranstaltung am 14. September 2026 in der Schützenhalle Züschen herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ist ab 18.00 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.


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