Meldungsdatum: 03.09.2026

18 Schulmannschaften spielen um den Fair-Trade-Fußball-Cup

In der Schlosswallhalle hat am Donnerstag, 3. September, der fünfte Fair Trade Cup der Osnabrücker Schulen unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter stattgefunden. Veranstaltet wurde das Turnier von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Osnabrück in Kooperation mit dem Ratsgymnasium. Ziel des Turniers war es, das öffentliche Bewusstsein, nicht zuletzt der Schülerinnen und Schüler, für faire Produktionsbedingungen und die Achtung von Menschenrechten in der Sportartikelherstellung zu stärken.  Zudem sollten die Osnabrücker Schulen weiterhin zur Anschaffung von fair produzierten Sportbällen motiviert werden.

Mit dem Fußballturnier wurde ein Zeichen für globales Fairplay gesetzt. Erstmalig fand in diesem Jahr ein Mädchen- und ein Jungenturnier im parallelen Spielmodus statt. 11 Jungenmannschaften und 7 Mädchenteams der weiterführenden Osnabrücker Schulen nahmen teil. Bei den Mädchen siegte das Team der Gesamtschule Schinkel, bei den Jungen die Mannschaft der Erich-Maria-Remarque-Oberschule. Neben Urkunden und Pokalen erhielten die siegreichen Teams auch Einladungen zu einem Heimspiel des VfL Osnabrück.

Die Produktion von Sportbällen, ob im Fußball, Volleyball oder Handball, geschieht meist unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und zu niedrigen Löhnen, vor allem in Pakistan. Laut Fairtrade Deutschland arbeiten in der pakistanischen Stadt Sialkot etwa 60.000 Menschen in der Fußballproduktion. Um davon leben zu können, arbeiten viele Näherinnen und Näher auch am Wochenende, ohne Arbeitsschutz in „Heimarbeit“. Die Gehälter erreichen oft kein existenzsicherndes Niveau. Dies führt dazu, dass auch viele Kinder arbeiten, um das Familien-Einkommen zu steigern. Fair-Handels-Initiativen sichern den Arbeitnehmenden in Pakistan bessere Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne. Zusätzlich fließen Instrumente wie Prämien direkt an die Beschäftigten, die damit Gesundheitsangebote, Transporte oder Projekte vor Ort finanzieren. Die sozialen Standards im fairen Handel fördern außerdem Geschlechtergerechtigkeit und schützen Frauen gezielt vor Diskriminierung.

Neben den Spielen gab es auch in diesem Jahr ein vielfältiges Rahmenprogramm: Wer nicht gerade mit seinem Team um den Titel spielte, konnte seine Fähigkeiten beim Torwandschießen, Fußball-Parcours auf Zeit, Schussgeschwindigkeitsmessungen und Balljonglieren unter Beweis stellen.

18 Mädchen- beziehungsweise Jungenteams aus den Schulen der Stadt Osnabrück, die für Fairtrade spielen – eine deutliche Profilierung der Fairtrade-Stadt Osnabrück.

Pressekontakt: Simon Vonstein | Tel.: 0541 3234557 | E-Mail: vonstein@osnabrueck.de


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Fair-Trade-Fußball-Cup

©  Stadt Osnabrück, Simon Vonstein
Fair-Trade-Fußball-Cup

Einsatz für den fairen Handel, insbesondere von Sportartikeln, beweisen (von links) Judith Blank, Katharina Pötter, Hubert Hoffmann, Simon Brümmer, Dirk Steinmeyer und Sebastian Bröcker.


Siegerinnen

©  Hubert Hoffmann
Siegerinnen

Bei den Mädchen war das Team der Gesamtschule Schinkel siegreich.


Sieger

©  Hubert Hoffmann
Sieger

Das Turnier der Jungen gewann die Mannschaft der Erich-Maria-Remarque-Oberschule.