Meldungsdatum: 14.09.2026

Probealarm in der Corhelper-App am 21. September

Lebensretter-App im Kreis Recklinghausen seit drei Monaten im Einsatz

Am Montag, 21. September, führt der Kreis Recklinghausen im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung um 11 Uhr einen Probealarm in der Corhelper-App durch. Alle in der App registrierten und freigeschalteten Lebensretterinnen und Lebensretter bekommen dann eine Test-Alarmierung direkt auf ihr Smartphone. Auf diese Weise wird die Funktionalität des Systems erprobt und den registrierten Ersthelfern demonstriert, wie eine Alarmierung im Bedarfsfall erfolgen würde.

Die App Corhelper wurde vor rund drei Monaten als Ergänzung zum Rettungsdienst in Notfällen mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand eingeführt. Medizinisch geschulte Lebensretterinnen und Lebensretter können sich in der App registrieren und werden alarmiert, sobald ein entsprechender Notruf eingeht und sie sich in der Nähe des Notfallortes befinden. So können die Helferinnen und Helfer noch vor Eintreffen der Rettungskräfte lebensrettende Maßnahmen einleiten.

860 Lebensretter bereit für den Einsatz
In den ersten 90 Tagen haben sich über 1400 User in der App des Kreises Recklinghausen registriert. Freigeschaltet sind rund 860, da sie über die geforderte Qualifizierung verfügen und einen entsprechenden Nachweis hochgeladen haben. „Nur diejenigen, die ihre Bescheinigungen oder Zeugnisse hochladen, können als Lebensretterinnen und -retter alarmiert werden. Die Nachweise können natürlich auch noch nach der Registrierung in der App hochgeladen werden. Außerdem freuen wir uns über jede weitere Lebensretterin und jeden weiteren Lebensretter. Die Registrierung ist zu jedem Zeitpunkt möglich“, sagt Bernd Krampe, Projektverantwortlicher beim Kreis Recklinghausen.

Erste Auswertung bestätigt Erfolg
109 Einsätze sind in den ersten drei Monaten über die Corhelper-App ausgelöst worden, also im Schnitt mehr als einer am Tag. 145 Mal haben Lebensretter Einsätze angenommen und sind Bürgerinnen und Bürgern mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu Hilfe geeilt. Dabei gab es sowohl Einsätze, bei denen keiner oder nur ein Helfer in der unmittelbaren Nähe war, als auch Notfälle, bei denen die maximal vorgesehenen drei Lebensretter den Einsatz angenommen haben. Bis zum Eintreffen sind im Schnitt 4:28 Minuten vergangen. „In den meisten Fällen waren die Helferinnen und Helfer vor dem Rettungsdienst vor Ort und konnten so bereits überlebenswichtige Maßnahmen ergreifen. Und wie wir wissen, zählt beim Herz-Kreislauf-Stillstand jede Minute“, erklärt Krampe.

Weitere Informationen, ein ausführliches FAQ und den Link zur App gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-re.de/lebensretter.  

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de