Meldungsdatum: 07.09.2026
Münster (SMS) 70 Sirenen werden am bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, ab 11 Uhr in Münster ausgelöst. Gleichzeitig erhalten Mobiltelefone im lokalen Funknetz eine Testwarnung, um die Funktionsfähigkeit der Systeme zu überprüfen. „Für uns ist der Warntag eine wichtige Gelegenheit, die Warnsysteme zu erproben und mögliche Schwachstellen zu erkennen“, sagt Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer. „Nur wenn die Technik zuverlässig funktioniert, können wir die Menschen im Ernstfall schnell erreichen und so ihre Sicherheit gewährleisten.“
Der Bund aktiviert am Warntag zentral Meldungen über die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) und das „Cell-Broadcast“-Warnsystem. Letzteres schickt eine Textnachricht auf das Mobiltelefon – auch ohne installierte App. Das funktioniert bei Smartphones mit aktuellem Betriebssystem (Android ab Version 11, iOS ab Version 16.1), die eingeschaltet sind und sich nicht im Flugmodus befinden. Über diese mobilen Kanäle, die auch von der Feuerwehr bedient werden können, erfolgt im Ernstfall eine erste Information zur Lage.
Das bedeuten die Sirenentöne
Der Test der Sirenen läuft in drei Schritten ab: Zunächst ertönt ein einminütiger Dauerton – das Zeichen für Entwarnung. Danach folgt das eigentliche Warnsignal, ein an- und abschwellender Heulton (Warnung). Der Probealarm endet erneut mit einem einminütigen Dauerton (Entwarnung).
Die Sirenen sollen im Ernstfall Aufmerksamkeit erzeugen – auch dann, wenn jemand gerade kein Handy bei sich trägt oder es ausgeschaltet hat. Wer das Warnsignal hört, sollte Ruhe bewahren, ein Gebäude aufsuchen und sich online oder über das Radio über die Situation informieren. Antenne Münster und WDR 2 senden im Krisenfall aktuelle Informationen und Handlungsempfehlungen. So hat die Bevölkerung auch bei einem Ausfall des Mobilfunknetzes die Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben. Bei Bedarf kann die Feuerwehr sich sogar direkt in das Radioprogramm von Antenne Münster einschalten. Diese Technik wird am Warntag ebenfalls getestet.
Auf Krisen vorbereitet sein
Für eine grundlegende Krisenvorsorge gilt die bundesweite Empfehlung an die Bevölkerung, Trinkwasser und haltbare Lebensmittel für mehrere Tage bereitzuhalten. „Ziel ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall mindestens drei Tage, möglichst jedoch bis zu zehn Tage eigenständig überbrücken können“, erklärt Gottfried Wingler-Scholz, Leiter der Feuerwehr Münster.
Neben den Vorräten sollten Taschenlampen oder Kerzen, ein batteriebetriebenes Radio, eine Powerbank, Medikamente, Erste-Hilfe-Material sowie Hygieneartikel griffbereit sein. Wichtige Dokumente sollten gesichert und etwas Bargeld im Haus vorhanden sein. Auch ein Notfallrucksack mit den wichtigsten Utensilien hilft, in einem Krisenszenario handlungsfähig zu bleiben.
Allgemeine Empfehlungen zur Vorbereitung auf einen Katastrophenfall sowie Informationen zur Warnung der Bevölkerung, auch akustische Beispiele der Sirenensignale, gibt es online unter www.stadt-muenster.de/feuerwehr/warnung.
Grafik: Die Sirenensignale Entwarnung - Warnung - Entwarnung sind beim Probealarm am 10. September 2026 in Münster zu hören. Grafik: Stadt Münster / Amt für Kommunikation. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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