Meldungsdatum: 10.09.2026

Lippeverband erneuert Kanäle in der Bahnhofstraße

Leichte Beeinträchtigungen für den Fuß-, Rad- und Zulieferverkehr ab kommenden Montag bis voraussichtlich Frühjahr 2028

In der Hammer Innenstadt erneuert der Lippeverband auf einer Strecke von rund 450 Metern die Mischwasserkanäle. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 14. September. Die Baumaßnahme betrifft die Bahnhofstraße zwischen dem Café Heinrich und dem ehemaligen Gebäude der Galeria Kaufhof, einschließlich der Straße Am Stadtbad und der Luisenstraße und dauert voraussichtlich 18 Monate. In diesem Zeitraum kann es im Bauabschnitt zu leichten Beeinträchtigungen für den Fuß- und Radverkehr sowie für den Zulieferverkehr der ansässigen Geschäfte kommen. Der Lippeverband bittet um Verständnis.

Auf 250 Metern verlegt der Lippeverband den neuen Mischwasserkanal (Außendurchmesser: 40-80 Zentimeter) in offener Bauweise – auf weiteren 200 Metern Länge wird der vorhandene Kanal in geschlossener Bauweise saniert. Neben den Kanälen werden ebenfalls fünf Schachtbauwerke erneuert.

Die Stadtwerke Hamm erneuern bei dieser Gelegenheit ihre Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom und Fernwärme. Die Maßnahme wurde eng zwischen Lippeverband und Stadtwerken abgestimmt.

Anwohner*innen werden 48 Stunden vor Beginn der Sperrungen über diese per Briefeinwurf informiert. Der Lippeverband bittet darum, die Halteverbote einzuhalten, da dies sonst zur Verzögerung der Baumaßnahme führen kann. Voraussichtlich im Frühjahr 2028 sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein. In die Arbeiten für den neuen Mischwasserkanal investiert der Lippeverband rund drei Millionen Euro.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.


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