Meldungsdatum: 09.09.2026

Im Notfall!

Ausstellung im Stadtmuseum zeigt Geschichte des Malteser Hilfsdienstes in Lippstadt

Lippstadt. Was tun im Notfall? Erste Hilfe kann Leben retten – und hat auch in Lippstadt eine lange Tradition. Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages zeigt das Stadtmuseum Lippstadt vom 12. bis 27. September 2026 die Ausstellung „Im Notfall! – Aus der Sammlung des Malteser Hilfsdienstes“. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte des Malteser Hilfsdienstes in Lippstadt und zeigt anhand kleiner und großer Einsätze, wie sich die Aufgaben und Strukturen des Hilfsdienstes im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben.

Zum Auftakt am Samstag, 12. September, sind Kinder und Erwachsene eingeladen, in kleinen Workshops selbst aktiv zu werden und verschiedene Erste-Hilfe-Maßnahmen auszuprobieren. Dabei geht es nicht nur um historische Entwicklungen, sondern vor allem darum, Erste Hilfe praktisch und verständlich zu vermitteln.

Am darauffolgenden Samstag, 19. September, steht bei der Teddy-Klinik insbesondere der Nachwuchs im Mittelpunkt: Kinder ab drei Jahren können ihr eigenes Kuscheltier mitbringen und gemeinsam mit den Maltesern untersuchen. Dabei kommen auch professionelle medizinische Geräte zum Einsatz. Außerdem können die jungen Besucherinnen und Besucher unter Anleitung eine Herzdruckmassage ausprobieren und dabei spielerisch erfahren, was im medizinischen Notfall wichtig ist.

Die Geschichte des Malteser Hilfsdienstes in Nordrhein-Westfalen reicht bis ins Jahr 1953 zurück. Bereits 1957 wurde in Lippstadt eine eigene Ortsgruppe gegründet, die unter anderem Schulungen in Erster Hilfe anbot. Zu einem der ersten großen Einsätze der Lippstädter Malteser kam es beim Hochwasser im Jahr 1965. Zahlreiche Menschen und Nutztiere mussten damals evakuiert werden. Darüber hinaus versorgten die Helferinnen und Helfer rund 1.200 Menschen mit Essen.

Auch heute sind die Malteser Lippstadt bei unterschiedlichsten Einsätzen gefordert. Neben der Ausbildung und Durchführung von Erster Hilfe gehören beispielsweise Sanitätsdienste zu den regelmäßigen Aufgaben. Ein fester Termin im Jahreskalender ist dabei der Sanitätsdienst während der Lippstädter Herbstwoche. Darüber hinaus sind die Helferinnen und Helfer bei besonderen Ereignissen im Einsatz – etwa bei der Versorgung der Einsatzkräfte nach dem Zugunglück in Geseke am 10. September 2023 oder bei der Evakuierung eines Altenheims im Zusammenhang mit der Bombenentschärfung in Lipperbruch am 20. Mai 2026.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Jugendarbeit. Die Malteser Jugend, bietet seit 1982 Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich spielerisch mit Erster Hilfe und dem Sanitätsdienst auseinanderzusetzen.

Auch über die Grenzen Lippstadts hinaus engagieren sich die Malteser. Im Rahmen internationaler Einsätze werden Helferinnen und Helfer auch in aktuelle Krisengebiete entsandt. Zu den jüngeren größeren Auslandseinsätzen zählt der Einsatz in Venezuela, wo die Malteser bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung unterstützten.

Die Ausstellung „Im Notfall! – Aus der Sammlung des Malteser Hilfsdienstes“ ist zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums – dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr – in den unteren Räumen des Stadtmuseums Lippstadt, Palais Rose, zu sehen. Die Ausstellungsräume sind barrierefrei zugänglich.

Pressekontakt: Frau Köller, Pressestelle, pressestelle@lippstadt.de,Tel: 02941/980-313


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Bernhard Kuckuck als Kradmelder auf der BMW R25, Übung Pöppelsche bei Eikeloh 1966. Foto: Malteser Lippstadt

©  Malteser Lippstadt
Bernhard Kuckuck als Kradmelder auf der BMW R25, Übung Pöppelsche bei Eikeloh 1966. Foto: Malteser Lippstadt