Meldungsdatum: 10.09.2026

Lippeverband baut Netz zur Grundwasserstandsmessung aus

Acht weitere Messstellen entstehen in Kamen an der B61

Gemeinsam mit der Emschergenossenschaft betreibt der Lippeverband rund 3000 Grundwassermessstellen in der Emscher-Lippe-Region. Zur Erstellung eines Grundwassermodells im Bereich der alten Schlammplätze an der Lünener Straße (B61) südlich der Autobahn A2 in Kamen errichtet der Lippeverband ab der kommenden Woche acht weitere Grundwassermessstellen. Hierbei kann es während der Arbeiten zu Beeinträchtigungen auf dem naheliegenden Seseke-Weg kommen. Der Wasserwirtschaftsverband bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

Die neuen Grundwassermessvorrichtungen werden einen Innendurchmesser von 12,5 Zentimetern haben und bis zu 13 Meter tief reichen. Das anfallende Grund- und Spülwasser wird während der Bohrungen über entsprechende Schlauchleitungen zum Mischwasserkanal und über diesen zur Kläranlage geführt.

Auf der Südseite der Seseke kreuzt die Schlauchleitung den Fuß- und Radweg. Hier wird der Lippeverband eine Überfahrrampe errichten sowie entsprechende Baustellenschilder aufstellen.

Die Maßnahme soll Mitte bis Ende Oktober fertiggestellt werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Mit dem Grundwasser-Monitoring will der Lippeverband vorrangig Erkenntnisse über Grundwasserstände sowie über das Strömungsverhalten (Abflussrichtungen) des Grundwassers gewinnen.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.


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