Meldungsdatum: 10.09.2026

„Was wir Männer wirklich verlieren“

Lesung mit Patrick van Lier am 26. November in Hamm

„Ich musste lernen, nicht sofort in Abwehr zu gehen, sondern Kritik als Chance zu begreifen“, sagt Autor Patrick van Lier über seinen eigenen Weg. Von diesem Weg erzählt er in seinem Buch „Was wir Männer wirklich verlieren – Ein Aufbruch zu einem neuen Verständnis von Männlichkeit“ am 26. November 2026, 18 Uhr (Einlass 17 Uhr), im Gerd-Bucerius-Saal am Platz der Deutschen Einheit, 59065 Hamm. Eingeladen haben das Frauenhaus Hamm der Diakonie Ruhr-Hellweg und die Gleichstellungsstelle der Stadt Hamm.

Van Lier, selbst Ehemann und Vater von drei Kindern, schreibt aus eigener Erfahrung und über Momente, in denen er merkte, wie tief bestimmte Rollenbilder auch in ihm selbst saßen. Sein Buch verzichtet auf Schuldzuweisungen und fragt stattdessen: Was hält uns eigentlich fest an alten Rollenbildern und was würden wir gewinnen, wenn wir loslassen? Was, wenn Verantwortung übernehmen keine Last, sondern ein Zugewinn an Beziehungsfähigkeit, Nähe und vor allem Freiheit bedeutet? Sein Ansatz dabei ist kein moralischer Zeigefinger. Wie er selbst sagt: „Männer erreichen andere Männer oft nochmal anders“ – deshalb sieht er seine Rolle nicht darin, feministische Debatten zu übertönen, sondern Verantwortung in den eigenen Reihen sichtbar zu machen.

Der Autor, der auf Instagram unter @patrick_vanlier rund 94.000 Menschen erreicht, war zuletzt auch bei stern TV zu Gast, wo er sich in der Debatte um sexualisierte Gewalt und Deepfakes äußerte. „Die Lesung richtet sich an alle, die bereit sind, genauer hinzuschauen, tradierte Rollenbilder zu hinterfragen und die Gelegenheit zu nutzen, einen Abend mitzugestalten, der genau die Verbündeten stärkt, die es für gesellschaftlichen Wandel braucht“, sagt Sarah Hohoff, Leiterin des Frauenhauses der Diakonie Ruhr-Hellweg und Organisatorin der Veranstaltung. Einen solchen Verbündeten hat der Abend in Markus Brauckmann gefunden, der beim Katholischen Sozialdienst (KSD) Hamm als Männerberater arbeitet und dort Männer in Krisen- und Gewaltberatung begleitet: „Tradierte Männerbilder sind bei genauerem Hinsehen wenig attraktiv, denn sie machen Männern reale Schwierigkeiten. Männer sind heute gefragt, die Männlichkeit der Gegenwart und Zukunft zu definieren.“

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, das Buch zu erwerben und signieren zu lassen. Der Erlös der Veranstaltung geht an das Frauenhaus Hamm. Tickets sind für 15 Euro in der Buchhandlung Holota, Weststraße 11, 59065 Hamm, oder telefonisch unter 0151 14610521 erhältlich. Der Gerd-Bucerius-Saal ist barrierefrei zugänglich.

Gefördert wird die Veranstaltung durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.


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Lesung Patrick van Lier

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Lesung Patrick van Lier

Freuen sich auf die Lesung mit Patrick van Lier (v.l.): Markus Brauckmann (Gewaltberatung, Katholischer Sozialdienst), Saskia Albering (Gleichstellungsstelle Stadt Hamm), Mario Lerche (Amt für Integration, Ausländer und Flüchtlingsangelegenheiten der Stadt Hamm), Sarah Hohoff (Frauenhaus Hamm der Diakonie Ruhr-Hellweg), Ralph Reckmann (WEISSER RING Hamm), Thorsten Lanowski (OUTLAW Kinder- und Jugendhilfe