Meldungsdatum: 15.09.2026

Wartburgstraße: Vollsperrung für Errichtung der Behelfsbrücke

In der Nacht von Montag, 21. September, auf Dienstag, 22. September, von 18 Uhr bis 7 Uhr

Im Rahmen der bevorstehenden Brücken- und Straßenerneuerung an der Wartburgstraße muss diese in der Nacht von Montag, 21. September, auf Dienstag, 22. September, von 18 Uhr bis 7 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Dies ist notwendig, um eine Behelfsbrücke zu errichten, über die während des Brückenneubaus die Versorgungsleitungen geführt werden. Die Emschergenossenschaft und der Kreis Recklinghausen bitten um Verständnis.

Die Durchführung der Arbeiten in den Abend- und Nachtstunden ist vorgegeben, um eine möglichst verkehrsarme Zeit zu nutzen. Auf diese Weise sollen der fließende Verkehr sowie die anliegenden Betriebe so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Um die mit den Arbeiten verbundenen Störungen – insbesondere durch Lärm – auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, gelten für die ausführenden Firmen besondere Vorgaben. So sind unnötige Leerlaufzeiten zu vermeiden und die Motoren von Fahrzeugen und Maschinen bei längeren Arbeitsunterbrechungen abzustellen. Unnötiger Lärm und laute Zurufe sind untersagt.

Hintergrund der Baumaßnahme
Die Wartburgstraße wird zwischen Heerstraße und Freiheitstraße ausgebaut und beidseitig um einen Geh- und Radweg verbreitert. Die Emscher-Brücke wird erneuert und um eine Steganlage für den Rad- und Fußverkehr unter der Brücke ergänzt. Darüber hinaus wird die Baustellenampel, die zur Beseitigung einer Unfallhäufungsstelle errichtet worden war, durch eine dauerhafte Anlage ersetzt.

Ab Oktober ist für die Arbeiten eine Vollsperrung zwischen Freiheitstraße und Heerstraße erforderlich. Die Sperrung endet voraussichtlich Ende November 2027, die Gesamtmaßnahme soll bis zum Jahresende 2027 abgeschlossen sein.

Die neue Brücke über die Emscher wird um vier Meter von aktuell 10,7 auf zukünftig 14,7 Meter aufgeweitet. Die bisherige Brücke ist 1911 errichtet worden. Im 2. Weltkrieg wurde sie zerstört und 1950/1951 neu aufgebaut. Prüfungen haben ergeben, dass sie nicht mehr saniert werden kann. Darum ist ein Neubau des Bauwerks unumgänglich.

Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Maßnahmen haben der Kreis Recklinghausen und die Emschergenossenschaft nach der zusammen durchgeführten Planung für Brücke, Straße und Radwege auch eine Ausschreibungsgemeinschaft für den gemeinsamen Bau gebildet.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de


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