Nr. 335 Kreis Steinfurt, 21. September 2026

„openART“ im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Rück- und Ausblick zum 20-jährigen Jubiläum des Projektstipendiums „KunstKommunikation“

Kreis Steinfurt/Hörstel. Die „openART“-Veranstaltung im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel steht traditionell im Zeichen des Projektstipendiums „KunstKommunikation“. Mit diesem innovativen Stipendium fördert der Kreis Steinfurt als Träger des Hauses jährlich mehrere partizipative und ortsbezogene Kunstprojekte. Am vergangenen Sonntagvormittag wurden die drei Projekte für 2027 erstmals öffentlich bekannt gegeben. Anschließend blickten mehrere ehemalige und aktuelle Wegbegleiterinnen und -begleiter auf 20 Jahre „KunstKommunikation“ zurück. Zum Abschluss boten die drei aktuellen Stipendiatinnen Alisa Tretau, Alla Zhyvotova und Kirsten Kötter einen Einblick in ihre Projekte.

Auch für 2027 ist der Jury eine abwechslungsreiche und doch stimmige Auswahl gelungen. Während sich Katharina Greeven und Todor Joe Musev von der „Agentur für was im Raum steht“ dem Schützenfest mit verschiedenen Kunstaktionen widmen, befragt die Künstlerin und Choreografin Tanja Kodlin Menschen aus zwölf Wohnsiedlungen im Kreis nach ihren „Herzensliedern“ und bringt diese in einer Performance zurück in die Nachbarschaft. Die Grafikdesignerin und künstlerische Forscherin Isabel Motz entwickelt eine audiovisuelle Installation, die den Wandel des Fliegerhorsts Hopsten von einem Militärflughafen zu einem Naturschutzgebiet neu erzählt.

Zum Talk kamen Kunsthaus-Leiterin Sara Dietrich, der ehemalige Juror, Wolfgang Suttner, sowie die Künstlerinnen und Künstler Frank Bölter, Nicola Dicke sowie Catharina und Dieter Wagner miteinander ins Gespräch. Gemeinsam blickten sie auf die Anfänge des Stipendiums zurück, tauschten Erfahrungen aus und spannten von dort den Bogen bis in die Gegenwart und Zukunft des Stipendiums. Darüber hinaus diskutierten sie allgemein die Chancen und Herausforderungen der künstlerischen Arbeit im ländlichen Raum. Auch das Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion.

Mit den Kunstaktionen der aktuellen Stipendiatinnen ging es schließlich von der Theorie zur Praxis über. Während Kirsten Kötter ihre Technik des künstlerischen Protokolls an einigen Beispielen verdeutlichte, lud Alisa Tretau die Besucherinnen und Besucher ein, in ihre märchenhafte Klanglandschaft „Mensch, Fluss“ zu den Fließgewässern im Kreis Steinfurt einzutauchen. Alla Zhyvotova wiederum präsentierte in ihrem Atelier Skulpturen aus Seife, die bei Berührung über Kontaktmikrofone eine besondere Klangästhetik entfalteten.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Gegenwart und Zukunft

©  Kreis Steinfurt
Gegenwart und Zukunft

Mit dem stellv. Leiter Onno Bargfrede (v. l.), den Künstlerinnen und Künstlern Frank Bölter, Nikola Dicke sowie Catharina und Dieter Wagner, der Leiterin und Kuratorin Sara Dietrich und dem ehemaligen Juror Wolfgang Suttner kamen verschiedene Generationen des Projektstipendiums „KunstKommunikation“ miteinander ins Gespräch.