Meldungsdatum: 25.09.2026

Investition in die Zukunft: Auftaktveranstaltung #WirsindErmöglicher

Bei Bewerbungen um ein Praktikum oder einen Ausbildungsberuf fallen sie oft durchs Raster: Jugendliche, deren Schulabschluss nicht optimal ist, die einen Förderbedarf oder eine Zuwanderungsgeschichte haben oder bei denen es psychische Beeinträchtigungen gibt. Für diese Zielgruppe will die Unternehmenskampagne #WirsindErmöglicher Türöffner sein.

In der Auftaktveranstaltung am 25. September im Lüdenscheider Kreishaus stellten die Projekt-partner die gemeinsame Initiative unter Federführung von Karina Schiweck und Dagmar Schulz von der Kommunalen Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KoKo KAoA) vor. Landrat Ralf Schwarzkopf übernahm die Schirmherrschaft: „Es geht um junge Menschen, die ohne dieses Engagement am Übergang von der Schule in den Beruf leider voraussichtlich scheitern würden. Die Initiative ist daher eine Investition in die Zukunft dieser Menschen.“

Jedes Jahr verlassen im Märkischen Kreis etwa 500 Jugendliche die Schule ohne eine verbindliche Anschlussperspektive und ohne Zusage auf einen Ausbildungsplatz, führte Landrat Schwarz-kopf in seiner Begrüßungsrede die Dimension des Problems vor Augen. 2025 waren 1.500 Personen im Alter von unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Davon hatten rund 20 Prozent keinen Schulabschluss.

Konkret geht es bei #WirsindErmöglicher darum, Unternehmen dafür zu gewinnen, Jugendlichen mit Unterstützungsbedarfen bei der Ausbildung eine Chance zu geben. Darauf weist auch der Untertitel der Kampagne „Talent erkennt man nicht an Noten. Darum bieten wir Chancen – ihr auch?“ hin. Aktiv unterstützt werden Arbeitgeber dabei durch ein breites Netzwerk, auf das sie bei Hilfebedarfen und Fragen jederzeit kostenfrei und kurzfristig zurückgreifen können. Die Erfahrung zeigt: Viele Jugendliche sind hochmotiviert, sehen aber aufgrund ihres Unterstützungsbedarfs wenig Perspektive. Es liegt viel Potenzial und Talent brach, das mit gutem Willen, fachlicher Begleitung und verschiedenen Unterstützungsleistungen zur Entfaltung gebracht werden kann.

Landrat Ralf Schwarzkopf dankte den Unternehmen und den Netzwerkpartnern, die sich gemeinsam mit der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA auf den Weg gemacht haben.

Zu den Mehrwerten bei der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung der Unternehmen zählen die Initiatoren unter anderem loyale und hochmotivierte Mitarbeiter mit hoher Unternehmensbindung, die Förderung von Vielfalt und Zusammenhalt in einem Team sowie die sichtbare Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung als Arbeitgeber.

Mit gutem Beispiel voran gehen dabei die Unternehmen ABB AG – Busch-Jaeger aus Lüden-scheid, Enginler Stuckgeschäft GmbH aus Iserlohn, Ernst Haake Malerbetrieb aus Halver, Otto Fuchs KG aus Meinerzhagen, Perthes-Service GmbH/Wilhelm-Langemann-Haus aus Meinerzhagen und Perthes-Stiftung e. V./ Ellen-Scheuner-Haus Altena. Diese Pilotunternehmen haben bereits junge Leute mit Unterstützungsbedarf ins Unternehmen aufgenommen. In kurzen Videobeiträgen stellen sie ihre Erfahrungen vor und erzählen, welche Potenziale der Auszubildende oder die Auszubildende mitbringt und welcher Mehrwert sich daraus für das Unternehmen ergibt. Die Pilotfilme, die durch die Agentur MEDIA4WEB aus Lüdenscheid gedreht wurden, sind auf dem YouTube-Kanal des Märkischen Kreises und der Kampagnen-Webseite für Unter-nehmen veröffentlicht.

Die Kampagne ist für den Zeitraum September 2026 bis September 2028 angelegt. In dieser Zeit werden kontinuierlich weitere #Ermöglicher gesucht, die bereit sind, sich namentlich auf der #Ermöglicher-Unternehmenswebseite zu präsentieren. Gerne können zusätzlich noch Best-Practice-Beispiele auf Firmen-Webseiten, in Verbandszeitschriften, in Newslettern oder auf Social-Media-Kanälen, zum Beispiel LinkedIn oder Instagram, dargestellt werden. Durch Bekanntmachung des Hashtags #WirsindErmöglicher sollen innerhalb der zwei Jahre so viele Unternehmen wie möglich erreicht und ermutigt werden, sich für die Zielgruppe zu öffnen und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Märkischen Kreis zu leisten.

Interessierte Betriebe erhalten auf der Webseite www.jobnavi-mk.de/wirsindermoeglicher   Materialien und Infos zur Kampagne, zu Netzwerkpartnern und Hilfsangeboten. Die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA des Märkischen Kreises koordiniert Unternehmensanfragen und vermittelt Kontakte zu Netzwerkpartnern. Ansprechpartnerinnen sind Karina Schiwek (02351 966-6519, k.schiwek@maerkischer-kreis.de ) und Dagmar Schulz (02351 966 6518, d.schulz@maerkischer-kreis.de ). 

Partner im Netzwerk sind die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, der Arbeitgeberverband (AGV), der Märkische Arbeitgeberverband (MAV), die Gesellschaft für Wirtschaft- und Strukturförde-rung (GWS), die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK), die inab – Jugend, Bil-dung und Beruf, die Handwerkskammer Südwestfalen, die Kreishandwerkerschaft, der Integrationsfachdienst, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Unternehmens- und Schulvertreter, Jugendmigrationsdienste und psychologische Beratungsstellen aus dem nördlichen und südlichen Märkischen Kreis, der Sozialpsychiatrische Dienst und das Kommunale Integrationsmanagement des Märkischen Kreises.

Pressekontakt: Ursula Erkens 02351 966 6149


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Viele Netzwerkpartner stellen sich hinter die Kampagne #WirsindErmöglicher. Sie wollen Unternehmen dafür zu gewinnen, Jugendlichen mit Unterstützungsbedarfen bei der Ausbildung eine Chance zu geben. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

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Viele Netzwerkpartner stellen sich hinter die Kampagne #WirsindErmöglicher. Sie wollen  Unternehmen dafür zu gewinnen, Jugendlichen mit Unterstützungsbedarfen bei der Ausbildung eine Chance zu geben. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis


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