Meldungsdatum: 28.09.2026

Tilman Fuchs eröffnet Sonderausstellung „Jenseits der Mauern – JVA Münster“

Programm des Stadtmuseums Münster

Münster (SMS) Eine Ausstellungseröffnung mit Tilman Fuchs, zwei öffentliche Geschichtsführungen sowie ein Foto zu einem Kochkurs für junge Männer aus dem Jahr 1973 stehen diese Woche auf dem Programm des Stadtmuseums Münster.

Eröffnung der Sonderausstellung „Jenseits der Mauern – JVA Münster“

Die Friedrich-Hundt-Gesellschaft e. V. lädt zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Jenseits der Mauern – JVA Münster“ am Freitag, 2. Oktober, um 15 Uhr ins Stadtmuseum Münster ein. Im gezeigten Fotoprojekt stellen Schülerinnen und Schüler die bald stillgelegte Justizvollzugsanstalt Münsters (Gartenstraße) dem Neubau (Telgter Straße) visuell gegenüber. Oberbürgermeister Tilman Fuchs begleitet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Alle Interessierten sind eingeladen, an der Eröffnung im 1. Obergeschoss teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit dem Umzug der JVA aus Münsters Mitte in den Neubau im Grenzdreieck von Wolbeck, Telgte und Everswinkel wird ein prägendes Kapitel münsterischer Stadtgeschichte enden. Das Fotoprojekt „Jenseits der Mauern“ wurde vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (Niederlassung Münster) ins Leben gerufen und mit Schülerinnen und Schülern des Adolph-Kolping-Berufskollegs und der Realschule Wolbeck umgesetzt. Durch die Gegenüberstellung von historischem Gefängnis und modernem Neubau verbildlicht die Ausstellung gleichzeitig Vergangenheit und Gegenwart des Justizvollzugs. Sie ist bis zum 15. November im Stadtmuseum 
Münster zu sehen.

Foto: Die Fotografie der alten Justizvollzugsanstalt in Münster von Chris Schwemmer (l.) und die Aufnahme der neuen Anlage von Finia Höhne (r.) verdeutlichen den architektonischen Wandel im Gefängnisbau. Fotos: Chris Schwemmer und Finia Höhne. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.


Öffentliche Führung: Stadtgeschichte ab 793

Die Führung „Stadtgeschichte ab 793“ vermittelt am Samstag, 3. Oktober, um 16 Uhr einen Überblick über die Geschichte Münsters. Anhand von Stadtmodellen und Originalobjekten der Schausammlung des Stadtmuseums erfahren Interessierte mehr zu wichtigen Entwicklungen, angefangen bei den ersten mittelalterlichen Siedlungsspuren bis ins 20. Jahrhundert. Schwerpunkte bilden die Klostergründung durch den Missionar Liudger, die Herrschaftszeit der Täufer, der Westfälische Frieden und der Nationalsozialismus in Münster mit Zerstörung der historischen Innenstadt.

Die Teilnahme kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Die Plätze sind begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.

Foto: Anhand von Stadtmodellen erfahren Interessierte am 3. Oktober bei einer Führung im Stadtmuseum mehr zur geschichtlichen Entwicklung Münsters. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Zwingerführung: Der Zwinger als Bollwerk

Am Sonntag, 4. Oktober, bietet das Stadtmuseum Münster um 11 Uhr eine Themenführung durch den Zwinger an der Promenade an. Im Mittelpunkt steht die Nutzung des fast 500 Jahre alten Gebäudes als mächtiger Wehrturm der Stadtbefestigung, auch als „das große Bollwerk“ bezeichnet. 

Die Führung beginnt mit einem Einführungsfilm im Stadtmuseum Münster, anschließend geht es über die Promenade zum Zwinger. Bei einem Rundgang durch das Denkmal erfahren die Teilnehmenden mehr zu sichtbaren Bauspuren, aber auch zu Spuren der Kriegszerstörungen.

Die Kosten für die Teilnahme betragen fünf, ermäßigt drei Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer. Das Stadtmuseum Münster weist darauf hin, dass das historische Gebäude nicht barrierefrei ist.

Foto: Der Zwinger an der Promenade öffnet am 4. Oktober für eine öffentliche Führung. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

„Student am Herd“ im Schaufenster Stadtgeschichte

War die Küche in den 1950er und 1960er Jahren häufig reine Frauendomäne gewesen, griffen in den 1970er Jahren immer mehr Männer zum Kochlöffel. Unter dem Titel „Student am Herd“ lud das Haus der Familie am Krummen Timpen im Oktober 1973 auch unerfahrene junge Männer zum Kochkurs. Der Wandel der gesellschaftlichen Rollenbilder fand 1976 auch Eingang in die Reform des Eherechts, das der Ehefrau bislang nur dann eine Berufstätigkeit erlaubt hatte, wenn sie ihre familiären Verpflichtungen nicht vernachlässigte. 

Die Fotografie kann ab Freitag, 2. Oktober, im Großformat im Schaufenster des Stadtmuseums an der Salzstraße betrachtet werden..

Bild: Im Oktober 1973 richtete sich der Kochkurs „Student am Herd“ vor allem an junge Männer, die das Kochen lernen wollten. Foto: Westfälische Nachrichten, Sammlung Krause. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.


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Exponate Ausstellung „Jenseits der Mauern – JVA Münster“

©  Chris Schwemmer und Finia Höhne
Exponate Ausstellung „Jenseits der Mauern – JVA Münster“

Die Fotografie der alten Justizvollzugsanstalt in Münster von Chris Schwemmer (l.) und die Aufnahme der neuen Anlage von Finia Höhne (r.) verdeutlichen den architektonischen Wandel im Gefängnisbau.


Führung „Stadtgeschichte ab 793“

©  Stadtmuseum Münster
 Führung „Stadtgeschichte ab 793“

Anhand von Stadtmodellen erfahren Interessierte am 3. Oktober bei einer Führung im Stadtmuseum mehr zur geschichtlichen Entwicklung Münsters.


Zwinger Promenade

©  Stadtmuseum Münster
Zwinger Promenade

Der Zwinger an der Promenade öffnet am 4. Oktober für eine öffentliche Führung.


Schaufenster Stadtgeschichte: „Student am Herd“

©  Westfälische Nachrichten, Sammlung Krause
Schaufenster Stadtgeschichte: „Student am Herd“

Im Oktober 1973 richtete sich der Kochkurs „Student am Herd“ vor allem an junge Männer, die das Kochen lernen wollten.