Meldungsdatum: 28.09.2026

Fläche vor dem Museum für Photographie heißt künftig „Käthe-Buchler-Platz“

- OB enthüllt Straßenschild am Freitag, 2. Oktober

Die Straßenfläche zwischen den Museumstorhäusern an der Helmstedter Straße erhält den Namen „Käthe-Buchler-Platz“. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum wird am Freitag, 2. Oktober, um 16.15 Uhr das Straßenschild enthüllen. Die Braunschweigerinnen und Braunschweiger sind dazu eingeladen.

 

Die Benennung nach der Braunschweiger Fotografin Käthe Buchler, deren Geburtstag sich im Oktober zum 150. Male jährt, hatte der Rat im Juni beschlossen. Sie geht auf einen Wunsch des Museums für Photographie zurück. Der Straßenraum zwischen den beiden Torhäusern, in denen das Museum untergebracht ist, ist optisch gut als Platz erkennbar und auf der westlichen Seite durch die Okerbrücke, auf der östlichen Seite durch die Straßenkreuzung begrenzt. Einziger Anlieger unter der Adresse ist das Museum für Photographie selbst.

 

Die Entscheidung über die Benennung von Straßen und Plätzen obliegt grundsätzlich den Stadtbezirken. Dass in diesem Fall der Rat zuständig war, ergibt sich aus dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz: Wenn die Platzfläche in zwei Stadtbezirken liegt wie hier (Mitte und Östliches Ringgebiet), geht die Beschlusskompetenz auf den Rat über. Die jeweiligen Stadtbezirksräte hatten zuvor ebenfalls für die Umbenennung votiert.

 

Zur Person: Käthe Buchler

 

Käthe Buchler (geboren am 11. Oktober 1876 in Braunschweig, gestorben am 14. September 1930 ebenda) begann im Jahr 1901 zu fotografieren. Sie richtete sich in ihrem Haus eine Dunkelkammer ein und besuchte Kurse an der Lette-Schule in Berlin, der einzigen Institution, die zur damaligen Zeit Frauen in Fotografie ausbildete.

 

Käthe Buchler fand ihre Motive zunächst im privaten Bereich und wandte sich um 1906 auch Themen von öffentlichem Interesse zu. Sie fotografierte u. a. Alltag und Szenen des städtischen Straßen- und Marktlebens. Während des ersten Weltkrieges hielt sie vor allem die karitative Arbeit von Frauen, ab 1916 auch den kriegsbedingten Einsatz von Frauen in Männerberufen im Bild fest. Viele ihrer Bilder gelten heute als aufschlussreiche Zeitdokumente.