Meldungsdatum: 05.10.2026
Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Wissenschaft, Stadtwerken und regionaler Wirtschaft sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen in der Seestadthalle in Haltern am See zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Energiewende unter den bestehenden Rahmenbedingungen gestaltet und konkrete Projekte in der Region umgesetzt werden können.
Für Landrat Bodo Klimpel kommt den Kommunen dabei eine zentrale Rolle zu: „Die Energiewende findet nicht irgendwo statt, sondern ganz konkret vor Ort. Kommunen müssen dabei strategische Entscheidungen treffen, obwohl viele Rahmenbedingungen außerhalb ihres direkten Einflussbereichs liegen. Umso wichtiger ist es, Wissenschaft, kommunale Praxis und Wirtschaft zusammenzubringen. Die Vestische Klimakonferenz schafft genau diesen Raum für Austausch und zeigt zugleich anhand konkreter Projekte aus dem Kreis, wie der Prozess praktisch gestaltet werden kann.“
Praxisbeispiele aus dem Kreis im Fokus
Wie diese Transformation konkret aussehen kann, zeigte erstmals ein Exkursionsprogramm im Rahmen der Klimakonferenz. Bei einer Busrundfahrt lernten die Teilnehmenden drei Projekte in Haltern am See kennen, die unterschiedliche Ansätze der Energiewende zeigen.
Besichtigt wurden die Floating-PV-Anlage der Quarzwerke, deren erzeugter Strom vollständig für den Energiebedarf am Standort genutzt wird sowie die PV-Parking-Anlage der Stadtwerke Haltern am See am Aquarell Stadtbad. So konnten die Teilnehmenden unmittelbar vor Ort erleben, wie unterschiedliche Ansätze für eine klimafreundliche Energieversorgung bereits praktisch umgesetzt werden.
Nach der Begrüßung durch Landrat Bodo Klimpel und Bürgermeister Andreas Stegemann gab Dr. Hans-Jochen Luhmann vom Wuppertal Institut mit seiner Keynote „Weg von den Molekülen, hin zu den Elektronen“ den fachlichen Auftakt. Er ordnete die strategischen und strukturellen Herausforderungen der Energiewende ein und beleuchtete insbesondere die Handlungsmöglichkeiten von Kommunen.
Dr. Roland Kube vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gab zudem einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen beim Ausbau Erneuerbarer Energien.
Von Erneuerbaren Energien bis zur Klimaanpassung
In zwei Fachforen vertieften die Teilnehmenden zentrale Themen. Dabei ging es zum einen um die Erzeugung, den Transport und die Speicherung Erneuerbarer Energien. Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der Klimaanpassung von Unternehmen und der Frage, wie diese ihre individuelle Betroffenheit durch Hitze, Starkregen und Unwetter einschätzen und geeignete Maßnahmen entwickeln können.
Welche Bedeutung Speichertechnologien für die Energiewende haben, zeigte ein weiteres Beispiel aus dem Kreis Recklinghausen: Christian Kühl von der Trianel GmbH stellte das Großbatteriespeicherprojekt in Waltrop vor. Der Batteriepark steht exemplarisch für die wachsende Bedeutung flexibler Speicherlösungen bei der Integration Erneuerbarer Energien in das Energiesystem.
Als Partnerkommune der diesjährigen Klimakonferenz setzte die Stadt Haltern am See einen weiteren Schwerpunkt auf die kommunale Wärmeplanung. Vorgestellt wurden zentrale Ergebnisse der Wärmeplanung für das Stadtgebiet. Thomas Orban vom Öko-Zentrum NRW informierte zudem über Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von Wärmepumpen sowie aktuelle Fördermöglichkeiten.
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Sebastian Balint, Telefon: 02361 534612, s.balint@kreis-re.de
Landrat Bodo Klimpel begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 6. Vestischen Klimakonferenz in der Seestadthalle in Haltern am See.
Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Wissenschaft, Stadtwerken und regionaler Wirtschaft sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen zur 6. Vestischen Klimakonferenz in der Seestadthalle in Haltern am See zusammen.
Dr. Hans-Jochen Luhmann vom Wuppertal Institut gab mit seiner Keynote „Weg von den Molekülen, hin zu den Elektronen“ den fachlichen Auftakt der 6. Vestischen Klimakonferenz.
Dr. Roland Kube vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen beim Ausbau Erneuerbarer Energien.
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
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