Nr. 362 Kreis Steinfurt, 15. Oktober 2026

Wenn Lernen an Selbstregulierung scheitert

Mehr als 50 Fachkräfte beim Workshop des Regionalen Bildungsnetzwerks Kreis Steinfurt zu ADHS, Autismus und exekutiver Dysfunktion im Schulalltag

Kreis Steinfurt. Wie können Kinder mit ADHS und Autismus im Schulalltag wirksam unterstützt werden? Dieser Frage widmeten sich jetzt mehr als 50 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte im Kreis Steinfurt. Den Rahmen dazu bildete ein Workshop des Regionalen Bildungsnetzwerks, das im Bildungsbüro des Kreises Steinfurt angesiedelt ist. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „ADHS, Autismus und exekutive Dysfunktion im Schulalltag: Wenn Lernen an Selbstregulierung scheitert“. Darin vermittelte Melanie Klefeldt, ADHS-Trainerin und Fachkraft für Autismus-Spektrum-Störungen und Inklusion, anschaulich und fachlich kompetent, was ADHS und Autismus kennzeichnet. Sie erläuterte, welche neurologischen Besonderheiten damit verbunden sind und wie sich diese im Zusammenspiel mit den exekutiven Funktionen im Schulalltag bemerkbar machen. So falle es betroffenen Schülerinnen und Schülern beispielsweise oft schwer, in die Umsetzung von Aufgaben zu kommen. Sie wirkten dann wie blockiert.

Im Mittelpunkt standen vor allem konkrete Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis: von klaren Abläufen und reizärmeren Lernumgebungen über einen Gesprächsleitfaden für Gespräche mit Eltern betroffener Kinder bis hin zu individuellen Tipps für geschilderte herausfordernde Situationen im Unterricht. Ein umfangreiches digital zugängliches Materialpaket ergänzte den Workshop.

Im Kern ging es darum, wie die Teilnehmenden erwünschtes Verhalten bei den Kindern positiv anleiten und zeitnah bestärken können, anstatt unerwünschtes Verhalten im Nachhinein zu sanktionieren. Sie lernten außerdem: Eine zuversichtliche Haltung und der Blick auf Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen neue Chancen – für neurodivergente Kinder ebenso wie für alle anderen.

Die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die fachliche Kompetenz der Referentin, ihre authentische Vermittlung sowie die große Praxisnähe des Workshops.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es zudem wertvoll, neue Perspektiven zu gewinnen, das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren und mehr Verständnis für die Situation betroffener Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Auch das Gefühl, im pädagogischen Alltag mehr Sicherheit im Umgang mit den Kindern zu gewinnen, wurde als wichtiger Mehrwert des Workshops benannt. „Die Rückmeldungen zeigen, wie wichtig es ist, Wissen zu vermitteln, neue Sichtweisen zu eröffnen und pädagogische Handlungssicherheit im Schulalltag zu stärken“, lautete das Fazit der Organisatoren des Regionalen Bildungsnetzwerks im Bildungsbüro Kreis Steinfurt.


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Mehr als 50 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte bildeten sich jetzt zum Thema „ADHS, Autismus und exekutive Dysfunktion im Schulalltag“ weiter. Organisiert worden war der Workshop vom Regionalen Bildungsnetzwerk im Bildungsbüro Kreis Steinfurt.